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Der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember findet seit 1988 zum 29. Mal statt und soll mit zahlreichen Aktionen auf die Immunschwächekrankheit aufmerksam machen und Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen zeigen. Dazu erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Sebastian Thul:

„AIDS hat unser Denken über Sexualität im globalen Maßstab verändert. Mit dem Bekanntwerden der ersten Fälle in den 70er Jahren ging eine Welle der Diskriminierung einher. Menschen mit einer HIV-Infizierung wurden stigmatisiert und oftmals ins soziale Abseits gedrängt. Durch mangelhafte Behandlungsmöglichkeiten, aus Angst vor der Krankheit und Unwissen wurde viel unnötiges Leid verursacht.“
Seit dem 1. Dezember 1981 wurde AIDS als eigenständige Krankheit anerkannt.
Das HI-Virus ist aber noch längst nicht besiegt. Vor allem in Afrika, Ost-Europa und Zentralasien ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich gestiegen. In Deutschland leben heute rund 85.000 Menschen mit HIV.
Dank neuer Medikamente kann man heutzutage in der Regel mit einer Infektion leben. Viele Betroffene leiden aber immer noch unter Diskriminierung und Stigmatisierung. Die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche-AIDS-Stiftung wenden sich mit der Kampagne „Positiv zusammen leben“ gegen die Ausgrenzung von Menschen mit HIV. Sie machen deutlich, wie Menschen mit einer HIV-Infektion Diskriminierung im Alltag erleben. „Wir dürfen die Augen nicht vor dieser Krankheit verschließen. Ausgrenzung führt dazu, dass Betroffene aus Angst vor Mobbing und Ablehnung nicht über ihre Krankheit reden und diese damit immer mehr aus dem Bewusstsein der Menschen verschwindet. Und nur weil nicht mehr darüber geredet wird ist ein Problem noch lange nicht aus der Welt.“, erklärt Sebastian Thul.
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