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Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost hat gemeinsam mit seinen Amtskollegen die Bundesregierung aufgefordert, sich für die vorzeitige Stilllegung des Atomkraftwerks in Cattenom einzusetzen. In dem Antrag, den die Umweltministerkonferenz (UMK) in Berlin verabschiedet hat, verweisen die Minister auf die Risiken grenznaher Atomkraftwerke, die aufgrund ihres Alters und ihrer technischen Auslegung nicht den aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen.
Die Bundesregierung möge die „ihr zur Verfügung stehenden
Minister Reinhold Jost Foto Becker und Bredel / www.saarland.de
Minister Reinhold Jost
Foto Becker und Bredel / www.saarland.de
Mittel der europäischen und internationalen Zusammenarbeit nutzen, um Konsens über möglichst hohe europäische bzw. internationale Sicherheitsstandards für kerntechnische Anlagen zu erzielen, nicht nur bei Neubauten, sondern auch für bestehende Atomkraftwerke“, so der UMK-Beschluss. Darin wird der Bund auch aufgefordert, sich dafür stark zu machen, dass andere europäische Staaten die Laufzeit ihrer Reaktoren nicht verlängern und dass, für den Fall einer Laufzeit-Verlängerung eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung verpflichtend wird.
Umweltminister Jost zeigt sich zufrieden über diesen Beschluss, „weil wir beim Thema Cattenom den politischen Druck auf Paris aufrecht erhalten müssen. Im Saarland werden wir den bisher gewählten Weg des politischen Widerstands weitergehen. Mich freut, dass ich auf der Umweltministerkonferenz die Unterstützung meiner Amtskollegen für unsere Forderung nach Abschaltung des AKW Cattenom bekommen habe“.

 

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