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Beim Kulturgipfel im Saarland stand nicht nur der Austausch über Projekte und Programme im Mittelpunkt, sondern ein grundlegender Blick nach vorn: Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot hat dort die neuen Kulturpolitischen Leitlinien des Landes vorgestellt. Das Papier soll den Rahmen dafür setzen, wie sich die saarländische Kulturlandschaft in den kommenden Jahren entwickeln soll – von der jungen Szene bis zur Breitenkultur, von der kulturellen Bildung bis zur europäischen Zusammenarbeit.

Die Leitlinien, die am 16.12.2025 präsentiert wurden, sind nach Angaben des Ministeriums das Ergebnis eines längeren Dialogprozesses. Beteiligt waren Kunst- und Kulturschaffende, Vereine, junge Menschen, Kommunen sowie Partner aus anderen europäischen Ländern. Ziel war es, die Vielfalt und Kreativität im Saarland sichtbar zu machen und zugleich gemeinsame Ziele und Prioritäten zu formulieren, an denen sich Kulturpolitik und Förderung künftig orientieren können.

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Ministerin Christine Streichert-Clivot betonte bei der Vorstellung die Bedeutung von Kultur für das gesellschaftliche Zusammenleben: „Kultur ist kein Beiwerk – sie ist das Herz unserer Demokratie. Die Pandemie hat uns schmerzlich vor Augen geführt, wie still ein Land ohne Kunst, ohne Stimmen, ohne Geschichten ist. Sie hat uns gezeigt, wie sehr wir all das brauchen, um miteinander verbunden zu bleiben. Aus dieser Erfahrung wächst unser Auftrag: Kulturpolitik muss mutig, strategisch und zutiefst menschlich sein. Die Leitlinien stärken junge Kultur, Breitenkultur und verlässliche Förderung, die Vertrauen schenkt statt Hürden baut. Sie sind unser Versprechen: Wir stärken Kultur – und damit das demokratische Miteinander, das uns als Gesellschaft zusammenhält.“

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Inhaltlich setzen die Kulturpolitischen Leitlinien auf mehrere Schwerpunkte. Sie sollen Teilhabe und Bildung stärken und verlässliche Strukturen in Stadt und Land miteinander verbinden. Vorgesehen ist, Vernetzung und Dialog innerhalb der Kulturszene auszubauen und europäische Partnerschaften gezielt zu fördern. Kulturelle Bildung wird als Fundament von Identität und Vielfalt beschrieben, junge Kultur als Motor für Innovation. Gleichzeitig soll die Breitenkultur stärker in den Blick rücken und die Aufmerksamkeit erhalten, die sie für ein lebendiges und dauerhaft tragfähiges kulturelles Leben benötigt. Ein weiterer Punkt ist eine klare, verlässliche und planbare Kulturförderung, die Orientierung gibt. Zudem sollen kreative Ansätze gesellschaftliche Verantwortung mit Klimaschutz und nachhaltigem Handeln verbinden.

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Die Entstehung der Leitlinien war nach Darstellung des Ministeriums bewusst partizipativ angelegt. In verschiedenen Dialogformaten, Workshops und Runden Tischen wurden Bedarfe, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven gesammelt und diskutiert. Ein besonderes Element war dabei ein Patinnen- und Patenmodell: Erfahrene Kulturschaffende begleiteten den Prozess, brachten ihre Expertise ein und stärkten die Perspektiven der Szene. So konnten Ideen und Erfahrungen direkt in die Leitlinien einfließen. Aus diesem Austausch seien konkrete Maßnahmen hervorgegangen, die unmittelbar in der Kulturlandschaft ankommen sollen.

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Das Land versteht die Kulturpolitischen Leitlinien nicht als einmaliges Strategiepapier, sondern als Ausdruck eines gemeinschaftlichen Prozesses. Sie sollen Kultur als verbindendes Element der Gesellschaft in den Mittelpunkt rücken und zugleich Orientierung für das zukünftige Handeln von Land, Kommunen und Kulturszene geben. Die Leitlinien sind online unter www.saarland.de/kll abrufbar.

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Die ursprüngliche Mitteilung wurde als Pressemitteilung 148/2025 ausgegeben und ist dem Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes zugeordnet.

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