Wer künftig eine saarländische Landesbehörde anruft, sollte auf eine kleine Zahl achten: Von Mitte Juli bis Ende Oktober stellt das Land seine Durchwahlnummern schrittweise auf fünf Stellen um. Für die Anruferinnen und Anrufer bleibt die Verwaltung dabei erreichbar wie gewohnt, doch im Hintergrund modernisiert das Saarland seine gesamte Telefonie.
Hinter der Umstellung steckt ein technisches Update der zentralen Kommunikationsinfrastruktur. Rund 40 Dienststellen sind derzeit an den gemeinsamen Telekommunikations-Anlagenverbund angeschlossen. Mit der Erneuerung soll diese Basis auf den aktuellen Stand gebracht werden, was laut Land die Betriebs- und IT-Sicherheit erhöht und den Grundstein legt, um weitere Behörden nach und nach anzubinden.
Die sichtbarste Änderung für Bürgerinnen und Bürger betrifft die Rufnummern. Die vertrauten vierstelligen Durchwahlen bleiben bestehen, ihnen wird lediglich eine „8“ vorangestellt. Aus der Nummer 0681 / 501 – 1234 wird also künftig 0681 / 501 – 8 1234. Mehr muss man sich nicht merken.
Selbst wer die alte Durchwahl gewohnheitsmäßig weiterwählt, landet nicht im Nichts. Nach der jeweiligen Umstellung informiert eine automatische Bandansage über die neue Nummer und bittet darum, diese erneut einzugeben. So soll der Wechsel für alle Beteiligten möglichst reibungslos verlaufen.
Bewusst hat sich das Land für einen Umbau im laufenden Betrieb entschieden. Die Arbeiten erfolgen in Etappen, damit die telefonische Erreichbarkeit der Behörden während der gesamten Phase weitgehend gewährleistet bleibt. Den Anfang macht seit dieser Woche der Saarland Service Dienst, wobei sich für Anrufende dort zunächst nichts ändert: Das zentrale Eingangsportal der Landesverwaltung ist weiterhin unter 0681 / 501-00 zu erreichen.
Erst wenn im weiteren Verlauf die übrigen Behörden folgen, greifen die neuen Durchwahlen. Ab August sind unter anderem die Ministerien und einzelne Servicehotlines an der Reihe. Wann welche Stelle genau umgestellt wird, kündigen die betroffenen Behörden rechtzeitig auf ihren eigenen Internetseiten an. Das Saarland versteht den Schritt als weiteren Baustein hin zu einer moderneren und bürgernahen Verwaltung.



















