Am Freitag (18.10.2019) besuchte Finanzstaatssekretär Prof. Dr. Ulli Meyer das Finanzamt Homburg Außenstelle St. Ingbert und erkundigte sich dort über den aktuellen Stand beim Projekt EdA. Im Rahmen des Projektes wurde  vor Ort ein „digitales Pilot-Finanzamt“ eingerichtet. Es gilt als Vorreiter für eine effiziente, bürgerorientierte und mitarbeiterfreundliche Finanzverwaltung. Ziel ist es, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Geschäftsprozessorganisation zu modernisieren.

Die saarländische Finanzverwaltung hat strukturelle Umsetzungsstrategien entwickelt, die in der digitalen Pilotdienststelle im Finanzamt St. Ingbert getestet werden. Wesentliche Elemente sind die Konzentration personeller Prüfungen bei definierten Risikosachverhalten sowie eine signifikante Erhöhung der Autofallquote im vollmaschinellen Workflow, also einer digitalen Gesamtfallbearbeitung. Ziel ist es, schneller und kundenfreundlicher zu sein. Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Erstattungen schneller als vorher erhalten. Zudem soll das Serviceangebot vor Ort erhöht werden.

Die Neustrukturierung der Abläufe in der Arbeitnehmerstelle durch das Projekt EdA hat sich im ersten halben Jahr der Pilotphase bereits bewährt. Bei der Bearbeitung der Steuererklärungen liegt das Finanzamt St. Ingbert über dem sowieso überdurchschnittlichen Bearbeitungszeitraum aller saarländischen Finanzämter. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Bearbeitungszeit im Finanzamt St. Ingbert sogar um fast 40 Prozent.

„Es freut mich sehr, dass das Projekt EdA so erfolgreich gestartet ist. Mit dem ‚digitalen Finanzamt‘ nutzen wir die Chancen der Digitalisierung für eine moderne, leistungsfähige und bürgernahe saarländische Finanzverwaltung. Gemeinsam mit den Interessensvertretungen haben wir uns darauf geeinigt, während der Pilotphase (Ende 31.12.2020) neue Organisations- und Arbeitsbedingungen für die Bediensteten zu testen. Dazu zählt beispielsweise die Erweiterung der alternierenden Telearbeit, wodurch Bedienstete verstärkt von zu Hause aus arbeiten können und dadurch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erzielen können“, erklärte Staatssekretär Prof. Dr. Ulli Meyer.

Abschließend betonte Staatssekretär Prof. Dr. Ulli Meyer: „Ich blicke sehr positiv auf die digitale Zukunft der Steuerverwaltung. Die Digitalisierung erleichtert die Arbeitsabläufe in den Finanzämtern, trägt zur Verfahrensbeschleunigung bei und schont dabei auch nachhaltig Ressourcen. Zudem sparen durch die digitale Finanzverwaltung nicht nur die Bürgerinnen und Bürger Zeit, auch die Finanzverwaltung selbst hat dadurch einen positiven Nutzen, da ihr mehr Zeit zur Bearbeitung heiklerer Steuerfälle bleibt. Letztendlich profitieren alle davon.“

Foto: MFE; Staatssekretär Meyer; 2 Mitarbeiter, Markus Hauck

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