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Zum Vorschlag der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU), das Renteneintritts-Alter an die Lebenserwartung zu koppeln, erklärt Oskar Lafontaine:

„Dieser Vorschlag ist ungerecht, da er alle Arbeitnehmer gleich behandelt. Das lässt eine schmerzliche Tatsache außer Acht: Menschen mit niedrigem Einkommen sterben rund zehn Jahre früher als Menschen mit höherem Einkommen. (Laut „Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie“ haben Männer mit weniger als 1500 Euro im Monat eine Lebenserwartung von 71,1 Jahren, Männer mit mehr als 4500 Euro eine von 80 Jahren.) Der Vorschlag aus dem Unternehmerlager, der bei den neoliberalen Parteien auf große Resonanz stößt, würde bedeuten, dass Geringverdiener bis zum Rentenalter schuften müssen und dann sterben. DIE LINKE kann sich mit dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit nicht abfinden. Wenn schon Lebenserwartung, dann richtig. Die Rentengesetzgebung muss gewährleisten, dass Geringverdiener mit geringerer Lebenserwartung vergleichsweise früher abschlagsfrei in Rente gehen können.“

 

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