HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Dienstag offiziell das Büro des Saarlandes in Paris eröffnet. Ziel des Pariser Büros ist es, die Frankreichkompetenz des Saarlandes in Frankreich zu präsentieren. Im Anschluss traf sie sich im Rahmen bilateraler Projekte zu Integration und Zusammenleben im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois mit verschiedenen Integrationsinitiativen.
Mit der Gründung eines Pariser Büros wird die Frankreich-Strategie des Saarlandes konsequent weiterverfolgt. „Das Büro ist eine Interessenvertretung des Landes im politischen Zentrum Frankreichs. Von dort sollen Impulse ausgehen für einen lebendigen Dialog mit politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entscheidungsträgern“, sagte Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer, „wir wollen das Saarland als eine Region mit einer leistungsfähigen stark auf Frankreich ausgerichteten Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren, als Tor nach Deutschland für Franzosen und für französische Unternehmen, als eine Region mit hoher Lebensqualität sowie besonderer Gastfreundschaft, als Ort gelebten deutsch-französischen Miteinanders im Alltag und als Region europäischer Mehrsprachigkeit.“
Geplant sind dort Fachgespräche zur Koordinierung, Umsetzung und Controlling der Frankreichstrategie, eine Ministerratssitzung in den Räumlichkeiten der Interessenvertretung sowie Veranstaltungen, die das Saarland, seine Menschen, seine Produkte und seine Lebensart präsentieren. Zudem soll ein Saarländer-Netzwerk ins Leben gerufen werden.
Das Pariser Büro hat seinen Sitz im 8. Arrondissement in der Rue du Faubourg Saint Honoré. Es ist in Räumlichkeiten der SaarLB untergebracht, die dort mit ihrem Centre d’affaires Financement Immobilier vertreten ist. „Es freut uns außerordentlich, dass die SaarLB mit ihrer deutsch-französischen Expertise einen festen Platz in der Frankreichstrategie des Saarlandes einnimmt. Schließlich sind wir seit 1952 vor Ort in Paris und machen 40 Prozent unseres Geschäfts in Frankreich“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der SaarLB Werner Severin.
Nach der Eröffnung des Büros des Saarlandes in Paris besuchte Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer gemeinsam mit Ericka Bareigts, der französischen Staatssekretärin für tatsächliche Gleichstellung, Clichy-sous-Bois. Der Ort liegt 15 Kilometer östlich von Paris und ist als sozialer Brennpunkt bekannt. In den vergangenen Jahren war Clichy-sous-Bois immer wieder im Zentrum von Unruhen und Revolten. Die Ministerpräsidentin informierte sich über die Fortschritte von Integrationsmaßnahmen. Dazu traf sie sich mit Bürgermeister Olivier Klein und Vereinen und Initiativen zur Förderung des Zusammenhalts in der Gesellschaft.
„Ich bin beeindruckt von dem großen zivilgesellschaftlichen Engagement und besonders von den Integrationserfolgen, die durch das Austauschprojekt des Deutsch-Französischen Jugendwerks „Clichy-sous-Bois trifft Neukölln“ angestoßen wurden. Durch dieses deutsch-französische Austauschprojekt konnte nachhaltig auf die persönliche Entwicklung vieler junger Menschen und auf ihre Bereitschaft zur Beteiligung an dem sozialen und gesellschaftlichen Engagement ihrer Stadt Einfluss genommen werden“, sagte Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer.
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