Symbolbild

Wie entwickelt sich die Zuwanderung im Saarland? Antworten auf diese Frage liefert das saarländische Innenministerium mit seinem monatlichen Datenüberblick. Die jüngste Statistik bildet die Lage im Mai 2026 ab – und zeigt sowohl Bewegung bei den Aufnahmen als auch eine spürbare Dynamik bei den Asylentscheidungen.

Zum Stichtag 31. Mai waren in der Landesaufnahmestelle Lebach 763 Personen untergebracht. Diese Zahl schließt die zusätzlich geschaffenen Kapazitäten ein und bildet damit das gesamte Aufnahmevolumen des Landes zu diesem Zeitpunkt ab. Lebach ist und bleibt die zentrale Drehscheibe, über die ankommende Schutzsuchende ins saarländische Aufnahmesystem gelangen.

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Im Mai wurden 79 Asylbewerberinnen und Asylbewerber neu im Saarland aufgenommen. Hinzu kamen 62 Geflüchtete aus der Ukraine, für die weiterhin eigene Regelungen außerhalb des klassischen Asylverfahrens gelten. Die Verteilung auf die Kommunen schlug mit 20 Asylsuchenden sowie sämtlichen 62 ukrainischen Geflüchteten zu Buche – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Landkreise und Städte ihren festen Platz im Aufnahmeprozess behalten.

Formal stellten 107 Personen im Mai einen Asylantrag im Saarland. Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fielen im selben Zeitraum 339 Entscheidungen, die das Saarland betreffen. Davon endeten 89 Verfahren mit einem positiven Ausgang, also einer Anerkennung als Flüchtling, der Gewährung subsidiären Schutzes oder eines Abschiebungsschutzes. 228 Anträge wurden abgelehnt, die übrigen Verfahren erledigten sich auf anderem Weg. Hauptherkunftsland bleibt Syrien – ein Befund, der sich seit Monaten als konstant erweist.

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Auch der Bereich der Rückkehr fließt in die Bilanz ein. Zehn Abschiebungen wurden im Mai vollzogen. Deutlich darüber lag die Zahl der freiwilligen Ausreisen: 35 Personen verließen das Saarland mit Unterstützung des Bund-Länder-Programms REAG/GARP, weitere 19 traten ihren Rückweg ohne diese Förderung an. In der Summe übersteigen die freiwilligen Ausreisen die zwangsweisen Rückführungen damit klar.

Das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport weist darauf hin, dass ein direkter Abgleich mit Vormonatszahlen nicht möglich ist, weil sich Daten nachträglich verändern können. Für vertiefende Fragen verweist das Haus auf seine Pressestelle. Mit der Veröffentlichung zur Monatsmitte will das Ressort eine verlässliche Grundlage für die öffentliche Debatte schaffen – jenseits von Schlagworten und mit Blick auf das tatsächliche Geschehen im kleinsten Flächenland der Bundesrepublik.

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