HOMBURG1 | SAARLAND NACHRICHTEN

Laut den Ergebnissen der europaweiten Studie „Generation What?“ haben junge Menschen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren häufig wenig Vertrauen in die Politik, jedoch generell eine hohe Bereitschaft, sich zu engagieren. Hierzu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Klaus Kessler:

„Die Ergebnisse der Studie „Generation What“ stehen symptomatisch für die wachsende Politikverdrossenheit im Land. So bringen 71 Prozent der jungen Menschen in Deutschland der Politik kein Vertrauen gegenüber. Allerdings können sich viele vorstellen (42 Prozent), sich politisch zu engagieren. Unserer Auffassung nach muss die Politik daher endlich die richtigen Rahmenbedingungen setzen, um das Interesse bei jungen Menschen an der demokratischen Meinungsbildung und Mitgestaltung zu wecken. Hier muss bereits im Kindheitsalter angesetzt werden.

Wie dies aussehen könnte, hatte im Juni eine von uns beantragte Landtags-Anhörung der Kinder- und Jugendschutzorganisationen im Saarland gezeigt. Zum einen sollten Kinder und Jugendliche bessere Mitbestimmungsmöglichkeiten bei Entscheidungen haben, die ihre Stadt oder Gemeinde betreffen – etwa, was die Einrichtung von Freizeitanlagen angeht. Um dies zu ermöglichen, fordern wir von der Landesregierung, in jeder Kommune verpflichtend Kinder- und Jugendbeiräte einzurichten. Zum anderen sprechen wir uns bei Kommunalwahlen für eine Absenkung des Wahlalters auf 16 aus, was unter den angehörten Interessensvertretungen breite Zustimmung gefunden hat.

Auch was die schulische Mitbestimmung angeht, gibt es Verbesserungsbedarf. So sollte es den Schülerinnen und Schülern beispielsweise ermöglicht werden, die Schulordnung mitgestalten zu dürfen. Wir erwarten von Bildungsminister Commerçon, diesbezüglich das Schulmitbestimmungsgesetz zu überarbeiten.“

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