In Wehingen ist das Dorfgemeinschaftshaus der Mittelpunkt des dörflichen Lebens. Um künftig allen Dorfbewohnern problemlos die Teilhabe an gemeinschaftlichen Zusammenkünften zu ermöglichen, soll das Dorfgemeinschaftshaus barrierefrei ausgebaut werden. Der Umbau wird vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit rund 54.000 Euro gefördert. 

„Barrierefreie, moderne und lebendige Bürgerhäuser sind wichtig, um unsere Dörfer auch künftig lebensfähig und lebenswert zu gestalten“, so Staatssekretär Roland Krämer bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids an den Mettlacher Bürgermeister, Daniel Kiefer.

Mit viel Eigenleistung und finanzieller Unterstützung des Umweltministeriums haben die rund 400 Wehinger Bürger von 2011 bis 2017 die alte Dorfschule zu einem modernen Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Seither beheimatet das Bürgerhaus mehrere Vereine, einen Jugendtreff, ein Bistro und eine Heimat- und Vermarktungsstube. 

Von besonderer Bedeutung für das dörfliche Beisammensein ist der große Versammlungsraum im Obergeschoss. Einziger Haken: Der für Gemeinschaftszwecke und private Feierlichkeiten bestimmte Raum ist ausschließlich über einen Treppenaufgang zu erreichen. Insbesondere bewegungseingeschränkten und älteren Menschen ist es zumeist nur schwer möglich, diese bauliche Hürde zu überwinden. 

„Im Hinblick auf den demographischen Wandel und den steigenden Anteil Älterer ist es wichtig, dass ältere Dorfbewohner als vollwertige Mitglieder in der dörflichen Gemeinschaft integriert bleiben und sich aufgehoben und wertgeschätzt fühlen. Hierfür sind barrierefreie Zugänge die Voraussetzung. So fördert der Abbau baulicher Barrieren eine möglichst intensive Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am Dorfgemeinschaftsleben. Das wiederum stärkt das generationsübergreifende Miteinander und den Zusammenhalt der Gemeinde“, so Staatssekretär Krämer.

Die Fördersumme stammt aus Mitteln des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen Dorfentwicklung.

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