Symbolbild

Durch ein Feuer am vergangenen Sonntag erlitt ein Hausbewohner, der von der Feuerwehr aus dem Gebäude in der Albertstraße gerettet werden musste, eine Rauchgasvergiftung. Gegen den mutmaßlichen Brandstifter, der im gleichen Gebäude wohnte und der noch am Sonntagabend festgenommen worden war, erließ das Amtsgericht Saarbrücken Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

Gegen 5.15 Uhr am Sonntagmorgen erfolgte die Brandmeldung bei der Polizeiinspektion Sulzbach. Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr brannte eine im Obergeschoß liegende Wohnung des als Obdachlosenunterkunft genutzten Gebäudes. Weil das Treppenhaus sehr stark verraucht war, konnte sich ein Bewohner aus dem Obergeschoß nicht selbst in Sicherheit bringen und musste von der Feuerwehr gerettet werden.

Insgesamt waren fünf Wohnungen im Haus nicht mehr bewohnbar; es entstand ein Sachschaden von etwa 50.000 Euro. Weitere Bewohner wurden nicht verletzt. Ein Zeuge hatte den aus Serbien stammenden Bewohner der vom Brand betroffenen Wohnung gesehen, als dieser unmittelbar nach Brandausbruch das Haus verließ und sich von der Örtlichkeit entfernte. Trotz einer eingeleiteten Fahndung konnte der Mann zunächst nicht mehr angetroffen werden.

Gegen 23.30 Uhr am gleichen Tag wurde die Polizei in Sulzbach verständigt, weil Anwohner einen Mann bemerkt hatten, der sich unberechtigt in einer Gartenhütte in der Bücherstraße in Dudweiler aufhielt. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte traf dieser Vorbereitungen für eine Inbrandsetzung der Gartenhütte, so dass er vorläufig festgenommen wurde. Wie sich herausstellte, handelte es sich um den Bewohner der vom Brand am frühen Morgen betroffenen Wohnung in der Albertstraße.

Die Brandermittler des Landespolizeipräsidiums stellten am Montagmorgen fest, dass das Feuer am Sonntagmorgen vorsätzlich gelegt worden war. Aus diesem Grund beantragte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Brandstiftung gegen den Festgenommenen. Nach Verkündung des Haftbefehls wurde er in die JVA Saarbrücken gebracht. Die Ermittlungen, auch unter Mitwirkung eines Sachverständigen, dauern noch an.

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