Symbolbild

Nach schwierigen und umfangreichen Ermittlungen nahmen am Donnerstag, den 8. Juli, Zielfahnder des Landespolizeipräsidiums einen 62-jährigen Mann in Saarbrücken-Klarenthal fest. Er wurde noch am gleichen Abend dem Haftrichter vorgeführt und anschließend in die JVA Saarbrücken gebracht.

Gegen den Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit lagen zwei internationale Haftbefehle vor. Erst im Juli 2020 wurde er nach einer mehrjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen. Der arbeits- und wohnsitzlose Mann gibt sich seit fast 40 Jahren bundesweit unter falschen Namen als „Schweizer Arzt“ der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ aus.

Durch sein eloquentes und vertrauenswürdiges Auftreten gelang es ihm immer wieder, Menschen und vor allem Frauen zu täuschen. Bei den darauffolgenden angeblichen Behandlungen wurde der 62-Jährige meist sexuell übergriffig. Darüber hinaus täuschte er oftmals eine Notlage vor, sodass er sich bei seinen Bekanntschaften über längere Zeit einquartierte. Auch vor sexuellen Übergriffen an Kindern schreckte der Mann nicht zurück.

Wohnungseinbruchsdiebstahl, Hehlerei, gefährliche Körperverletzung und Betrug sind dem Mann auch nicht fremd. Bei seiner Festnahme in einem Mehrparteienanwesen hielt er sich schon mehrere Wochen in der Wohnung einer „getäuschten“ Frau auf, die ihren Job kündigen und mit ihrem angeblichen Arzt ein neues Leben in der Schweiz beginnen wollte. Als die Zielfahnder bei ihr in der Wohnung standen, fiel sie aus allen Wolken.

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