Foto: Sascha Dörrenbächer
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Max Reiter und Conny Nemenich haben den Saisonauftakt der Saarländischen ADAC Rallye Meisterschaft für sich entschieden. Bei der 43. ADAC Rallye Südliche Weinstraße setzte sich das Duo im Lancia Ypsilon HF gegen ein starkes Feld durch und verwies die Vorjahressieger Kevin Müller und Stefanie Spreitzer im Toyota GR Yaris auf den zweiten Gesamtrang. Schon am kommenden Sonntag geht es mit dem zweiten SRM-Lauf in Kempenich weiter, wo zugleich der Deutsche Rallye Cup eröffnet wird.

Vom vollbesetzten Marktplatz in Billigheim-Ingenheim rollte der Rallyetross um 12 Uhr zur ersten Etappe mit drei Wertungsprüfungen südlich und nördlich von Bad Bergzabern. Reiter und Nemenich legten gleich in der ersten Prüfung am Sonnenberg die Bestzeit vor und übernahmen die Führung. Die Lokalmatadore Andreas Gerst und Stefan Schulze konterten im Toyota GR Yaris mit der schnellsten Zeit am Gähberg und schoben sich kurzzeitig an die Spitze. Doch auf dem beliebten Zuschauerrundkurs in Klingenmünster, wo mehrere tausend Fans die Strecke säumten, holten sich Reiter und Nemenich die Führung zurück.

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Nach einer guten Stunde Pause im Rallyezentrum fiel gegen 15 Uhr der Startschuss zur vierten Prüfung, und die späteren Sieger machten mit einer weiteren Bestzeit den Unterschied. Während Gerst und Schulze ihren Toyota auf den letzten Metern mit einem technischen Defekt abstellen mussten, nutzten Müller und Spreitzer die schnellste Zeit in der sechsten Wertungsprüfung, um sich den zweiten Platz zu sichern. Immer besser in Fahrt kamen die Brüder Thomas und Max Plum, die nach einer Bestzeit in der fünften Prüfung an den Lokalmatadoren Karlheinz und Edwin Braun vorbeizogen und das BMW-M3-Duell als Gesamtdritte für sich entschieden. Dahinter komplettierten die beiden Opel Corsa von Udo Schütt mit Peter Schaaf sowie Marc Rettenberger mit Paul Gehbauer die vorderen Plätze, gefolgt von den Publikumslieblingen Michael Weiss und Jochen Rheinwalt im Abarth Punto S2000.

Auch in den einzelnen Klassen lieferten sich die Teilnehmer packende Duelle. Kai Otterbach feierte mit Sebastian Glatzel im BMW 320is ein starkes Comeback als Sieger der Klasse NC3, vor Marcel Knorpp und Andreas Kramer im Honda sowie Lars Schwarzmannseder und Angelika Hornung im Renault. Die Klasse NC6 entschieden Maximilian Matthias und sein Vater Udo im seriennahen Mitsubishi für sich, vor Heinz-Otto Sagel und Marvin Pollmeier im Porsche Cayman. In der Klasse NC4 setzten sich Thorsten Probst und Alexander Klemens im Peugeot 206XS an die Spitze eines Feldes, in dem gleich vier Suzuki Swift folgten. Die kleinste Klasse NC8 gewannen Michael Vogel und Tina Turek im Ford Fiesta vor Niclas Zimmer, der mit Tobias Andres als Co-Pilot einen beachtlichen Einstand als Fahrer gab. Durchwachsen verlief der Tag für Jannik Kuhlgatz vom ADAC Saarland Rallye Junior Team: Ein Batterie-Defekt bremste ihn zwar aus, doch er kämpfte sich durch und sah als 41. von 53 gestarteten Teilnehmern die Zielfahne.

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Der Blick richtet sich nun nach Kempenich, wo am kommenden Sonntag der zweite SRM-Lauf und zugleich der Auftakt zum Deutschen Rallye Cup anstehen. Mit 108 gemeldeten Teilnehmern verzeichnet der MSC Kempenich ein rekordverdächtiges Starterfeld. Das bewährte Konzept mit vier jeweils doppelt zu fahrenden Prüfungen über 70 Kilometer auf Bestzeit bleibt bestehen, allerdings steigt der Schotteranteil auf zehn Kilometer. Der Startschuss fällt um 11.31 Uhr an der L83 in Kempenich, die Halbzeitpause und der Zieleinlauf ab 16.37 Uhr finden ebenfalls dort statt. In der benachbarten Leyberghalle ist das Rallyezentrum mit Verpflegung und dem Programmheft eingerichtet.

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Die Favoritenliste liest sich prominent: Vorjahressieger Dennis Rostek und Stefan Kopczyk führen das Feld im Skoda Fabia Rally2 an. Dahinter lauern Christopher Gerhard mit Lena März im Citroen, Björn Satorius mit Jara Hain im Toyota, Daniel Rexhausen mit Steffen Reith im Skoda sowie Stefan Göttig mit Natalie Solbach-Schmidt im Hyundai. Der amtierende Saarlandmeister Max Schumann startet mit Co-Pilotin Ann Felke im Renault Clio Rally4, ebenso wie sein Zwillingsbruder Felix mit Co-Pilot Gino Kruhs – beide nutzen den Lauf zur Vorbereitung auf die Deutsche Rallye Meisterschaft. Colin Dünker und Jonas Decker wiederum bereiten sich im Ford Fiesta auf ihren Start in der Rallye Europameisterschaft vor. Die frisch gekürten Auftaktsieger Reiter und Nemenich freuen sich auf die Konkurrenz mit vielen starken Gegnern, während Müller und Spreitzer bei ihrem Heimspiel mit einem Top-Ergebnis glänzen wollen.

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