Entlang der stillgelegten Trasse zwischen Homburg und Einöd sind in diesen Tagen wieder Motorsägen zu hören. Nach vielen Planungen und Abstimmungen ist dort nun ganz konkret zu sehen, dass die Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg–Zweibrücken in Gang kommt. Mit den ersten Rodungsarbeiten wird der Weg für ein Projekt frei gemacht, das die Region in den kommenden Jahren verkehrlich neu verbinden soll.
Nach Angaben der Deutschen Bahn laufen die Rodungsarbeiten im Abschnitt zwischen Homburg und Einöd bis Ende Februar 2026. Der Zeitraum ist nicht zufällig gewählt, sondern orientiert sich an den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes, das bestimmte Eingriffe in die Natur zeitlich begrenzt. Die Bahn verweist darauf, dass die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner bereits im Frühjahr über die anstehenden Arbeiten und deren Ablauf informiert worden seien.
Die nun gestarteten Maßnahmen gelten als erster baulicher Schritt für die erneute Inbetriebnahme der Strecke. In den kommenden Jahren sollen entlang der Linie nicht nur Gleise und Infrastruktur ertüchtigt, sondern auch mehrere Stationen wieder nutzbar gemacht werden. So ist geplant, die Haltepunkte Beeden und Schwarzenacker zu reaktivieren. Im Bereich Einöd soll die bestehende Infrastruktur zudem grundlegend modernisiert werden.
Zum Modernisierungspaket gehört nach Angaben der Bahn auch die Errichtung eines neuen elektronischen Stellwerks in der Umgebung von Einöd. Parallel dazu wird die Leit- und Sicherungstechnik der Strecke umfassend angepasst und auf einen aktuellen Stand gebracht. Die Strecke selbst soll im Zuge der Arbeiten modernisiert und elektrifiziert werden, um sie langfristig in das bestehende Netz einzubinden.
Die Bauarbeiten werden in drei Etappen organisiert. Für das Jahr 2026 ist zunächst der Abschnitt zwischen Homburg und der Anschlussgrenze vorgesehen. Im Jahr 2027 folgt der teils zurückgebaute Bereich zwischen Homburg und Einöd, in dem größere Eingriffe in die bestehende Trasse notwendig sind. Abschließend wird 2028 der Abschnitt von Einöd bis Zweibrücken ausgebaut und angepasst.
Wenn alle Arbeiten wie geplant abgeschlossen sind, soll die modernisierte und elektrifizierte Strecke im Dezember 2028 vollständig in Betrieb gehen. Bis dahin bleibt entlang der Trasse vor allem eines sichtbar: Schritt für Schritt wird dort vorbereitet, was am Ende wieder regelmäßige Zugverbindungen zwischen Homburg und Zweibrücken ermöglichen soll.


















