Im Oktober 2017 startete im Saarpfalz-Kreis das Bundesprojekt Kita-Einstieg. Der Besuch einer Kita ist für Kinder unabhängig welcher Herkunft enorm wichtig, denn die Teilnahme an frühpädagogischen Angeboten hat einen positiven Einfluss auf die spätere Schulfähigkeit der Kinder und damit langfristig auch auf den schulischen Bildungsverlauf.

Manche Kinder haben jedoch einen erschwerten oder gar keinen Zugang zur frühen Bildung. Daher richtet sich Kita-Einstieg hauptsächlich an Familien mit Zugangshürden wie Migrations- oder Fluchthintergrund, Bildungsbenachteiligung oder aus stark belasteten Sozialverhältnissen. Aber auch immer mehr deutsche und mittelständige Familien, die für ihr Kind keinen Kitapfalz finden, wenden sich inzwischen an Kita-Einstieg.

Das Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Familien bei der Suche nach einem Kitaplatz, bei Problemen in der Kita, bei Anträgen zur Übernahme der Kita-Beiträge und bei den Übergängen vom Elternhaus zur Kita oder der Kita zur Grundschule zu beraten und zu unterstützen. Die Mitarbeiterinnen von Kita-Einstieg begleiten bei Bedarf die Familien auch zu anderen Stellen wie zum sozialen Dienst des Jugendamtes oder zum Amt für soziale Angelegenheiten, wenn es neben der Kita noch andere Themen gibt, bei denen die Familie Unterstützung benötigt. Damit schließt Kita-Einstieg die Lücke zwischen den frühen Hilfen und den Schoolworkern, wenn es um Bildungsteilhabe und/oder Prävention geht.

„In den vergangenen drei Jahren konnten durch eine gute Zusammenarbeit mit den Kitas sowie anderen Stellen im Saarpfalz-Kreis für insgesamt 528 Kinder ein Kitaplatz gefunden, ein bestehender Platz gesichert, Hilfestellung geleistet oder eine Vermittlung an andere Stellen erreicht werden. Ich danke insbesondere auch den beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mich frühzeitig auf die Notwendigkeit der Fortführung dieses Projekts aufmerksam gemacht haben, so dass die erforderlichen Maßnahmen dazu ebenso rechtzeitig getroffen werden konnten“, erklärt Landrat Dr. Theophil Gallo. Erfreulich ist auch, dass die Nachfrage und individuelle Unterstützung im Jahr 2020 trotz der erschwerten Bedingungen durch Corona gleichbleibend war. U. a. wurde mit den Kooperationspartnern auch die Broschüre „Wissenswertes rund um Kindergarten“ in deutscher und arabischer Sprache aufgelegt.

Die Förderung des Bundesprogrammes war zunächst befristet bis 31.12.2020, wurde aber um zwei weitere Jahre verlängert, in denen das Projekt Kita-Einstieg weitere Ideen zur Bildungsteilhabe umsetzen kann. So ist geplant, in Rücksprache mit den Kita-Trägern und Kommunen die Problematik von Mehrfachanmeldungen und langen Wartelisten anzugehen, um mehr Planungssicherheit zu erreichen. Außerdem wurden aufgrund der Corona-Situation Online-Angebote entwickelt, die in Kürze starten. Sie richten sich an Eltern, deren Kind bald die Kita besuchen wird („Fit für die Kita“) und an Vorschulkinder, die (noch) keinen Kitaplatz haben („VorKis“). Gegen die aktuelle Langeweile zuhause gibt das Projekt darüber hinaus Tipps gegen Langeweile.

Weitere Infos zum Projekt, Kontaktformulare, sowie die Tipps gegen Langeweile gibt es hier.

 

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