Die Talente des Schwimmclub Homburg 1926 e. V. nehmen nach der 1. Station des SSB-Nachwuchscups stolz den Mannschaftspokal entgegen. Foto: Schwimmclub Homburg
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Zum ersten Mal in der fast hundertjährigen Vereinsgeschichte darf der Schwimmclub 1926 Homburg den Wanderpokal einer Station des Saarländischen Nachwuchscups sein Eigen nennen. Bei der ersten von mehreren Stationen in St. Ingbert setzten sich die jungen Talente aus der Universitätsstadt als punktbester Verein durch – und sorgten damit für einen historischen Erfolg, der weit mehr als nur ein einzelnes Ergebnis widerspiegelt.

Den Grundstein für den Tagessieg legte das Team in der Staffel über vier mal 25 Meter Lagen mixed. Gleich zwei Homburger Quartette schwammen unter die besten drei. Linea Gerdelmann, Paula Decker, Harley Benedict Schaaf-Tempel und Paul Markow gewannen in 1:18,04 Minuten souverän vor der ersten Mannschaft der Gastgeber. Das zweite Aufgebot mit Julie Klein, Lennard Bernd Baus, Julia Marie Berdel und Jakob Veit schlug nach 1:29,81 Minuten als Dritte an. Damit flossen entscheidende Zähler auf das Konto des Vereins.

Im Mehrkampf-Einzel dominierten die Homburger Nachwuchskräfte gleich mehrere Jahrgänge. Besonders eindrucksvoll fiel das Ergebnis bei den Mädchen des Jahrgangs 2017 aus: Julia Marie Berdel holte sich mit der maximal möglichen Punktzahl Gold, Cara Sommer sicherte sich Silber, Johanna Fuchs Bronze – und auf Rang vier folgte mit Jule Anton eine weitere Homburgerin. Ein kompletter Durchmarsch, wie er im Nachwuchsschwimmen selten vorkommt.

Auch im Jahrgang 2015 männlich gingen die beiden vorderen Plätze nach Homburg. Harley Benedict Schaaf-Tempel gewann vor Paul Markow, wobei beide unter anderem über 100 Meter Freistil und 50 Meter Brust neue persönliche Bestmarken aufstellten. Bei den gleichaltrigen Mädchen lieferte sich die amtierende Nachwuchscup-Gewinnerin Linea Gerdelmann ein packendes Duell mit Sophia Bashtanova von der WSF Schaumberg. Am Ende trennten die beiden gerade einmal zwei Punkte – zugunsten der Homburgerin. Julie Klein rundete das starke Abschneiden in dieser Altersklasse mit Bronze ab.

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Für einen besonderen Moment sorgte Lotta Decker, die bei ihrem allerersten Nachwuchscup gleich den Mehrkampf im Jahrgang 2018 für sich entschied. Damit trat sie in die Fußstapfen ihrer älteren Schwester Paula aus dem Jahrgang 2015, die an diesem Tag Vierte wurde. Denkbar knapp ging es im Jahrgang 2016 zu, wo Lennard Bernd Baus die Silbermedaille mit nur einem Punkt Rückstand auf Nidhal Rhouma aus Malstatt-Burbach errang. Ebenso dramatisch verlief der Kampf um Platz zwei im Jahrgang 2017 männlich: Linus Johannes Veit aus Homburg behauptete den Silberrang mit einem einzigen Punkt Vorsprung vor den beiden Drittplatzierten Matthäus Nothof aus St. Ingbert und Marlon Krzykala vom SV 08 Saarbrücken.

Zum Gesamterfolg trugen mit zahlreichen gesammelten Punkten auch Marla Bader aus dem Jahrgang 2018, Aurora Anna-Marie Bodmer und Amalia Gaupp aus dem Jahrgang 2017, Fiona Larsen, Leni Schnitzer und Laura Macian aus dem Jahrgang 2016 sowie Greta Thul und Jakob Veit aus dem Jahrgang 2015 bei. Es war die Breite des Kaders, die den Ausschlag gab.

Anca Berdel, Erste Vorsitzende des Schwimmclub 1926 Homburg, fasste die Bedeutung des Tages zusammen: „Dieser Sieg ist eine echte Teamleistung. Jeder einzelne unserer Schwimmerinnen und Schwimmer hat mit seinen Punkten dazu beigetragen, dass wir heute ganz oben in der Vereinswertung stehen.“ Dass der Verein zum ersten Mal überhaupt den Wanderpokal einer Cup-Station nach Homburg holen konnte, sei eine Bestätigung für die Arbeit des Trainerstabs. „Das ist ein besonderer Moment in der Vereinsgeschichte“, sagte Berdel.

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Der 1926 gegründete Schwimmclub zählt mittlerweile zu den beiden mitgliederstärksten Schwimmvereinen im Saarland und bietet in seinen Sparten Schwimmen und Triathlon sowohl Breiten- als auch Leistungssport an. Beheimatet ist der Verein im KOI Bad und Sauna in Homburg. Wie viele weitere Stationen der Nachwuchscup noch bereithält, wird zeigen, ob die jungen Homburger ihren Vorsprung in der Gesamtwertung verteidigen können.

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