Gleichberechtigung, Sicherheit im öffentlichen Raum und eine bessere Gesundheitsversorgung – mit diesen drei Kernforderungen melden sich die SPD-Frauen Homburg anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März zu Wort. Ihr Engagement geht dabei weit über symbolische Gesten hinaus: Die Ortsgruppe hat konkrete Missstände in der Kreisstadt dokumentiert und drängt auf politische Konsequenzen.
Trotz vieler Fortschritte in den vergangenen Jahren sehen die SPD-Frauen nach wie vor erhebliche Benachteiligungen von Frauen – im Berufsleben, bei der Bezahlung und in Führungspositionen. Auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen wollen sie sich deshalb weiterhin für die tatsächliche Gleichstellung einsetzen. Der Internationale Frauentag dient ihnen dabei als Anlass, diese Forderungen erneut sichtbar zu machen.
Besonders deutlich wird ihr Engagement beim Thema Sicherheit. Gewalt gegen Frauen sei leider noch immer Realität, betonen die SPD-Frauen. Sie fordern deshalb konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitslage in Homburg sowie die Einrichtung eines Frauenschutzraumes, in dem betroffene Frauen und ihre Kinder Schutz und Unterstützung finden können. Bereits am 25. März 2021 hatte die SPD-Fraktion einen entsprechenden Antrag unter dem Titel „Frauenschutzräume entsprechend der Istanbul-Konvention“ im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung vorgestellt.
Um sich ein eigenes Bild von der Lage vor Ort zu verschaffen, haben die SPD-Frauen eine Begehung in Homburg durchgeführt. Dabei richteten sie ihr Augenmerk gezielt darauf, wie sicher sich Frauen in den Abend- und Nachtstunden im Stadtgebiet bewegen können. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus: In vielen Bereichen fehlt es an ausreichender Beleuchtung, zahlreiche Straßenlampen sind defekt, und Parkplätze liegen teilweise im Dunkeln. Die SPD-Frauen leiten daraus eine klare Forderung ab – eine umfassende Untersuchung der Sicherheitslage in Homburg, aus der konkrete Verbesserungsmaßnahmen hervorgehen sollen, damit sich Frauen gerade nach Einbruch der Dunkelheit sicherer fühlen können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Frauengesundheit. Die SPD-Frauen mahnen eine stärkere Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Medizin an. Frauen zeigen häufig andere Symptome und Krankheitsverläufe als Männer, doch diese Unterschiede finden in Diagnostik und Behandlung noch immer zu wenig Beachtung. Die Gendermedizin müsse deshalb einen deutlich höheren Stellenwert erhalten, so die Forderung.
Bereits am Samstag, dem 7. März, treten die SPD-Frauen in den direkten Austausch mit der Bevölkerung. Ab 11 Uhr verteilen sie am Christian-Weber-Platz Blumen, um auf die Bedeutung des Internationalen Frauentages aufmerksam zu machen. Die Aktion soll Anlass bieten, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen – über Gleichberechtigung, über Sicherheit und über all die Themen, die Frauen in Homburg bewegen.



















