Der FC Homburg steht im Achtelfinale des Saarlandpokals vor der nächsten Pflichtaufgabe. Nur wenige Tage nach der 0:1-Niederlage in der Regionalliga Südwest beim FC Astoria Walldorf tritt der Titelverteidiger am heutigen Mittwoch um 19 Uhr beim Saarlandligisten DJK Ballweiler-Wecklingen an. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz des Tabellen-14. der Saarlandliga.
„Ohne Wenn und Aber ist ein Weiterkommen eine Pflichtaufgabe für uns“, sagte Homburgs Cheftrainer Roland Seitz im Vorfeld der Partie. Einen erhobenen Zeigefinger wollte er dennoch nicht zeigen. „Ich erwarte, dass wir das Pokalspiel mit der notwendigen Einstellung und dem nötigen Ernst angehen, ansonsten kann es auch eng werden.“ Nach dem trainingsfreien Montag habe er am Dienstagmorgen einige Punkte mit Blick auf das schwache Spiel in Walldorf angesprochen. „Die erste Halbzeit war mehr als mäßig. Besser verlief die zweite Spielhälfte, aber es fehlte das Durchsetzungsvermögen, um Walldorf ernsthaft zu gefährden.“
Enttäuscht zeigte sich Seitz von dem einen oder anderen erfahrenen Spieler, „die man in die Pflicht nehmen muss“. Für das Pokalspiel kündigte er Veränderungen an. „Dem einen oder anderen Spieler vom vergangenen Spieltag werde ich eine Pause geben.“ Hintergrund sei auch die Belastungssteuerung, da am Sonntag in der Regionalliga Südwest das Heimspiel gegen Kickers Offenbach ansteht.
Der Kader sei qualitativ ausgeglichen genug, um eine Rotation in der Startelf vorzunehmen. „Als Regionalligist sollten wir das Viertelfinale erreichen“, betonte Seitz. Verzichten muss der FCH weiterhin auf die verletzten beziehungsweise angeschlagenen Tim Littmann, Lukas Hoffmann und Sean Busch. Auch Nicolas Jörg wird nicht zur Verfügung stehen. Der Mittelfeldspieler hatte bereits in Walldorf über Adduktorenprobleme geklagt und war vorsorglich nicht eingesetzt worden.
Für den Titelverteidiger ist die Zielsetzung klar: Der Einzug ins Viertelfinale gilt als Pflicht. Gleichzeitig soll das Pokalspiel genutzt werden, um nach der Niederlage in Walldorf wieder in die Spur zu finden und mit dem nötigen Selbstverständnis in die kommenden Aufgaben zu gehen.
Trotz Tabellenstand: FC 08 Homburg beantragt Drittliga-Lizenz
Der FC 08 Homburg hat beim Deutschen Fußball-Bund frist- und formgerecht den Lizenzantrag für die 3. Liga eingereicht. Damit schafft der saarländische Regionalligist die formalen Voraussetzungen für einen möglichen Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse – unabhängig vom aktuellen Tabellenstand.
Nach Angaben des Vereins wurde der Antrag seit Dezember 2025 vorbereitet. Der Vorstand habe die Entscheidung bereits vor Wochen getroffen, um sich alle sportlichen Optionen offenzuhalten. Die Lizenzierung beim DFB ist an feste Fristen gebunden; ein verspäteter Antrag hätte eine Teilnahme am Zulassungsverfahren ausgeschlossen.
Finanzvorstand Hans-Joachim Burgardt erklärte: „Der Lizenzantrag wurde bereits seit Dezember 2025 intensiv vorbereitet. Unabhängig von einzelnen Spielergebnissen ist es unsere Pflicht, für alle möglichen Szenarien vorbereitet zu sein.“ Zudem verwies er auf die wirtschaftliche Bedeutung des Verfahrens: „Insbesondere geht es hierbei auch um die finanzielle Kontinuität, da ein Jahresabschluss auf dem vorherigen aufbaut.“
Ob der sportliche Aufstieg gelingt, entscheidet sich in den verbleibenden Spielen der Regionalliga. Mit der rechtzeitigen Antragstellung hat der FC 08 Homburg die formalen Grundlagen geschaffen. Auch im Falle eines verpassten Aufstiegs bleiben die aufbereiteten Unterlagen Grundlage für die weitere Finanzplanung und künftige Lizenzverfahren.





















