Julia Johannsen und Veranstalter Christian Weick. - Bild: Christian Schäfer

In Großstädten mag es normal sein. Für Homburg war das Event schon ein kleiner Meilenstein. Electro meets Art, so könnte man es vereinfacht formulieren. Genauer gesagt kamen Musikproduzenten in kunstvoller Umgebung zusammen um zu netzwerken und sich vorzustellen.

Der Anblick war für die Kunstgalerie Julia Johannsen wohl „unique“. Junge Menschen, bewaffnet mit Laptops, Synth Pads, Keyboards und diversen MPS`s. MPC, das steht für Music Production Center und genau darum ging es beim ersten „Beatmaker-Treff“ – Musik produzieren, elektronische Musik um genau zu sein. Erkoren hat die Idee zum Event Christian Weick. Er ist Medizinstudent und nun schon seit fünf Jahren in Homburg zu Hause. Das Ziel: Einmal die elektronischen Music-Producer aus Homburg und Umgebung zusammenbringen um den musikalischen Austausch zu fördern.

Bild: Christian Schäfer

„Ich bin selbst leidenschaftlicher Musiker, spiele Klavier, Gitarre und Schlagzeug, erzählt er. Außerdem produziert er neben dem analogen auch digitale Meisterstücke, genau dabei kam ihm die Eventinspiration und mit der Galerie Julia Johannsen fand er auch schnell eine passende Location, die dem Ganzen perfekt zu Gesicht stand.

„Die digitale Musik gibt einen sehr großen Spielraum, den man sonst nirgends finden kann. Das Wunderbare daran ist, dass man wirklich jedes beliebige Instrument das man je spielen würde benutzen kann, um sich musikalisch auszuleben, schwärmt Veranstalter Weik. Im Grunde genommen kann elektronische Musik alles sein. Ob einfach oder komplex, ob vielschichtig oder sehr geradlinig aufgebaut. Elektronische Musik folgt keinen Regeln, alles ist erlaubt und das lässt viel Freiraum für Experimentelles. Schnell werden aus zehn Spuren locker fünfmal so viele, Sequencer bringen Beats, die auf dem normalen Schlagzeug nur schwer umsetzbar wären oder Plugins verwandeln Keboards in E-Gitarren. Die Gäste an diesem Abend kennen das, es ist ihr Hobby, ihre Leidenschaft sich in die Welt der Beats zu tunken und mit einer Welle an Arrangements wieder aufzutauchen.

Bild: Christian Schäfer

Neben dem Netzwerken war Ziel des Events, dass alle Teilnehmer in vorgegebener Zeit eigene kleinere Arrangements vor Ort produzieren. Danach wurden diese der Gruppe vorgestellt und darüber gesprochen um auch Erfahrungen und Meinungen zu sammeln und voneinander zu lernen. Das gefiel sowohl den teilnehmenden als auch beobachtenden Anwesenden: „Ich finde es unheimlich spannend wie die Leute hier Vollgas geben und das gibt mir selbst auch wieder Inspiration“, sagt Galerieinhaberin Julia Johannsen.

Am Ende gab es dann noch Pizza für alle und der Abend klang mit chilligen Gesprächen in netter Runde aus. Fazit: Tolle Idee, die sehr gut angenommen wurde. Wir bitten um Fortsetzung.

Bild: Christian Schäfer
Bild: Christian Schäfer
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