Gestützt auf einen neuen Bußgeldkatalog hatte Innenminister Klaus Bouillon (CDU) verschärfte Kontrollen angekündigt, um im Saarland die Einhaltung der Corona-Verordnung zu sichern. Unmissverständlich hatte er klar gemacht, dass mit mehr Polizeikommandos sehr rigoros und konsequent durchgegriffen werde und es kein Pardon mehr gebe.

Auch in Homburg sah man am Samstag deutlich mehr Beamte der Polizeiinspektion Homburg und der Bereitschaftspolizei. An den beliebten Orten auf dem Schlossberg, auf dem Christian-Weber-Platz, im Stadtpark und am Jägersburger Weiher waren die Beamten gemeinsam mit Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes und Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr unterwegs und zeigten deutlich mehr Kontroll-Präsenz als in den vergangenen Wochen. Auch am Osterwochenende wird das der Fall sein, kündigte Peter Fuchs, Leiter der Gefahrenabwehr im Landespolizeipräsidium, beim Einsatz am Jägersburger Weiher an. „Nach den Erfahrungen vom vergangenen Wochenende wollten wir stark präsent sein um die Einhaltung der seit 1. April gültigen neuen Rechtsverordnung zur Bekämpfung der Pandemie mit Festlegung von Bußgeldern zu prüfen. Wir haben unser Präsenzkonzept mehr als verdoppelt, um an Hotspots Flagge zu zeigen“, sagte Fuchs in Jägersburg.

Großes Lob gab es seitens der Landespolizei für die Saarländer insgesamt: „Die Menschen sind zwar bei dem schönen Wetter unterwegs, sie halten sich aber an die Regeln, so dass wir kaum einschreiten mussten. Kompliment also an die Menschen im Saarland. Wir haben zwar Verstöße festgestellt, aber nicht in Homburg. Bewusst haben wir heute starke Präsenz gezeigt, um auch ein Signal für das kommende Osterwochenende zu setzen“, sagte Fuchs.

In der Kreisstadt hatte es bereits am Wochenende zuvor stärkere Einsätze von Ordnungsdienst und Feuerwehr gegeben. Bürgermeister Michael Forster: „Mit dem Ordnungsamt und der Feuerwehr haben wir die Hotspots beobachtet um eventuell einzuschreiten. Die Leute nehmen das positiv zur Kenntnis. Für uns und den Ornungsdienst war klar, dass dann, wenn wir Dinge sehen, wir auch konsequent ahnden. Natürlich gibt es Einzelfälle, wo sich Leute leider nicht dran halten; dort schreiten wir aber auch konsequent ein, damit auch allen klar ist, dass es hier um Gesundheit geht, und im äußersten um Leben und Tod.“ Deshalb ziehe man diese Kontrollmaßnahmen durch. Zum Glück brauche man sie nicht an allen Stellen, weil die Leute vernünftig seien und die Vorschriften beachten.

Am Jägersburger Weiher überwachten am Samstag Beamte der Polizeiinspektion Homburg und der Breitschaftspolizei, Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes und ehrenamtliche Feuerwehrleute gemeinsam die Einhaltung der Corona-Verordnung. Auch an Ostern soll dort stärker kontrolliert werden. – Foto: Rosemarie Kappler

Forsters Fazit: „Ich bin froh, dass alles so gut läuft, trotz des schönen Wetters. Mein Appell an alle, sich auch weiterhin an die Regeln zu halten, es geht um unser aller Gesundheit.“ Unterstützt wurde der Kommunale Ordnungsdienst im Rahmen der Amtshilfe von der Freiwilligen Feuerwehr Homburg. Stadtwehrführer Nashan: „Wir unterstützen, indem wir mit unseren Fahrzeugen an den Hotspots mit Durchsagen unterwegs sind.“ Wichtig sei eine hohe Präsenz und eine gute Vernetzung, sagte Polizeidirektor Fuchs mit Blick auf Ostern, wo gleich vier Tage der Zurücknahme und des Innehaltens zur Bürgerpflicht werden. „Wir leisten Amtshilfe und Vollzugshilfe und machen gemeinsame Aktionen wo eine größere Präsenz notwendig ist.“ Für den Saarpfalz-Kreis regte Fuchs an, möglicherweise dem Beispiel etwa des Landkreises St. Wendel zu folgen. Dort wurden bereits Parkplätze an beliebten Ausflugszielen gesperrt. Fuchs: „Damit kann man das klare Signal setzen: Kommt erst gar nicht hierher.“ Wenn dies erfoderlich sein sollte, etwa am Jägersburger Weiher, dann würde das auch in Homburg so sein, kündigte Simone Müller-Orschekowski, Leiterin des Ordnungsdienstes an. Unisono waren sich alle Verantwortlichen beim Ortstermin in Jägersburg einig darin: „Wir wollen nicht mehr gängeln als notwendig. Klar ist aber: Wer sich nicht an die Regeln hält, der muss mit einem Bußgeld rechnen.“ Was Homburg betrifft, zeigten die Bürger großes Verständnis und seien über die Vernunftebene gut zu erreichen. (rk)

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