Bild: Stephan Bonaventura

Er ist Anziehungspunkt für Menschen aus nah und fern. Der Homburger Flohmarkt existiert bereits seit 1975 und wurde mit der Zeit zum Selbstläufer, immer größer und ein echtes Markenzeichen der Stadt. Doch es ist ruhig um ihn geworden.

Schuld daran ist wie in so vielen anderen Bereichen die Pandemie. Zu gerne hätte man auch schon Anfang des Jahres im Homburger Kulturamt entsprechende Termine für 2022 bekanntgegeben, die widrigen Umstände machten den Planungen allerdings auch jetzt wieder einen Strich durch die Rechnung. Neben der Pandemie selbst gibt es nämlich noch weitere Probleme, die aktuell für Schwierigkeiten sorgten. Es fehlte einfach an Fläche, erklärt uns die für den Flohmarkt zuständige Kulturamtsmitarbeiterin Ramona Magold und Kulturamtsleiter Achim Müller im HOMBURG1 Gespräch.

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Schuld daran seien die zwei stationären Testzentren in unmittelbarer Umgebung gewesen. Mit Ein- und Auslasskontrolle für 2G+ Kontrollen wäre ein Flohmarkt einfach nicht durchführbar gewesen. Um dies zu realisieren hätte man das gesamte Areal umzäunen müssen, dazu käme das viele benötigte Personal, und selbst dann könnte man die Laufwege und Strömungen der Besucher auch nicht kontrollieren. Mit Sicherheitsabstand wäre es dann ganz schwierig geworden, erklärt Magold. Der Aufwand ist und war also viel zu hoch.

Achim Müller und Ramona Magold – Bild: Stephan Bonaventura

Beim Homburger Kulturamt hatte man natürlich längst einen Schritt weiter gedacht und nach Alternativen gesucht. Das alte Freibadgelände, das Sportzentrum Erbach und auch ein Gebiet am gegenüberliegende Ende der Stadt wurden hier ins Spiel gebracht, je nach Regel-Entwicklung hätte es sollen eine Sonderausgabe mit verringerter Kapazität werden. Aber nach den Ergebnissen der letzten Ministerpräsidenten Konferenz sind diese Überlegungen vom Tisch.

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Geplant wird jetzt nur noch mit dem Beginn der regulären Ausgaben des Homburger Flohmarktes. Ab Mai soll es losgehen, verrät das Kulturamt heute auf HOMBURG1 Anfrage. Zeitlich sind hier die geplanten Lockerungsschritte inklusive der benötigten Vorlaufzeit für den Vorverkauf und beispielsweise sämtlichen Benachrichtigungen an die Händler miteingerechnet. Es kann also bald wieder losgehen.

Zusätzlich laufen für April auch parallel die Planungen Richtung Keramikmarkt in der Innenstadt. Wer sich fragt warum ein Keramikmarkt wesentlich leichter umzusetzen ist als ein Flohmarkt, der muss sich die entsprechenden Größenordnungen vor Augen führen. Bei dem Keramikmarkt will man auf etwa 70 Stände kommen, die durch die Innenstadtfläche entzerrt werden. „Beim Flohmarkt haben wir alleine 450 feste Händler, da sind noch keine zusätzlichen Tickets eingerechnet“, legt Ramona Magold dar. Normalerweise sein man von Mai bis Oktober durchgängig ausgebucht. In Spitzenzeiten verzeichne man bis zu 3000 Händler. Und dazu kommen dann noch sämtliche Besucher und die immens benötigten Parkplätze.

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Zusammengefasst: Es tut sich was. Und wenn die ersten Sonnenstrahlen wieder warme Temperaturen bringen, wird in Homburg auch die gute Laune auf dem Flohmarktgelände zurückkehren. Tausende werden sich dann wieder auf die Suche nach Schnäppchen und lang gesuchten Sammlerstücken machen.

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