Foto: Linda Barth/Stadtverwaltung Homburg
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Die Pläne für die neue Kita in Jägersburg schreiten voran! In einer Bürgerveranstaltung in der Gustavsburg stellte die Stadtspitze diese gemeinsam mit dem Bauamt und dem beauftragten Planungsbüro Kühn aus Eppelborn näher vor.

Geplant ist der Umbau der ehemaligen Grundschule in der St.-Josef-Straße in Jägersburg. Das Flächenangebot ist somit grundsätzlich vorgegeben, die Räumlichkeiten werden teilweise neu zugeschnitten bzw. ergänzt. Am Gebäude selbst werde nicht viel verändert, so Jörg Kühn vom beauftragten Architekturbüro. Auf drei Etagen soll nun Platz für 150 Kinder entstehen, die in acht Gruppen aufgeteilt werden sollen – drei Krippengruppen, vier Kindergartengruppen und eine altersgemischte Gruppe. Schlafräume, eine große Küche, ein Speisesaal, Umkleide-, Dusch- und Toilettenräume, Büros sowie ein Aufzug inbegriffen. Eine große Außenanlage lädt zum Spielen oder auch zum Essen im Freien ein.

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Projektsteuerung und die technische Gebäudeausrüstung – Kabel, Rohre, Heiz- und Energieversorgung, Sanitär – sind also bereits beauftragt. Die Pläne wurden beim Bildungsministerium als zuständige Zuschussstelle vorgestellt, sodass es nun mit der Erstellung der sogenannten HU-Bau (Haushaltsunterlage-Bau) weitergeht, bei der das gesamte Projekt dargestellt wird, um die Fördermittel für diese öffentliche Baumaßnahme zu beantragen. Bauherr ist die Stadt Homburg, Träger der Kita wird die katholische Kirche sein, die in den Planungen ebenso wie die Kitaleitung und der Saarpfalz-Kreis involviert sind.

Bürgermeister Michael Forster und der Beigeordnete Manfred Rippel standen im Anschluss an die Vorstellung für Rückfragen zur Verfügung. Ebenso berichtete Kita-Leiterin Sabine Fuhrmeister aus ihrer Sicht, wie die Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes in Zukunft aussehen könnte.

Große Sorgen bereitete den Anwesenden neben der Frage nach künftigen Hortplätzen vor allem die Suche nach Alternativräumen während der Umbauphase für Musikprobe, regelmäßige Treffpunkte und weitere Veranstaltungen. Der an diesem Abend wichtigste Tenor nach vielen Nachfragen, Kritik und Vorschlägen: „Der Plan funktioniert nur, wenn alle gewillt sind, für eine gewisse Zeit Einschränkungen hinzunehmen. Eine Lösung, bei der jeder zu 100 Prozent zufrieden ist, kann es bei solch einem Projekt nicht geben“, so Bürgermeister Forster.

Der Wunsch aus Jägersburg sei gewesen, die Kinder im Ort selbst unterzubringen und nicht weit fahren zu müssen, so der Bürgermeister. „Dem sind wir mit unseren Planungen nachgekommen. Wir kommen aber nur zum Ziel, wenn die Forderungen nicht so hochgehängt werden, dass sie nicht erfüllbar sind“. Es sei geklärt, dass in der Übergangphase für alle Aktivitäten entsprechende Alternativen gefunden werden. So wird zum Beispiel in den kommenden Monaten ein Aufzug an der Gustavsburg angebaut, damit auch die oberen Räume barrierefrei erreicht werden können. „Wir tun alles, damit es keine allzu großen Einschränkungen geben wird, hierfür sind wir auch mit allen im Gespräch und haben bereits viele Lösungen gefunden“, so der Bürgermeister weiter.

Er schloss die Veranstaltung mit den Worten: „Wenn verschiedene Gruppen miteinander verbunden und untergebracht werden müssen, geht es nur, wenn alle die Zähne zusammenbeißen, nicht auf Maximalforderungen bestehen und zusammenarbeiten. Das zeichnet eine Dorfgemeinschaft aus.“

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