In Piesbach wird ein zentraler Treffpunkt des Dorflebens grundlegend erneuert: Die Kirchberghalle, bislang vor allem als Sporthalle bekannt, soll zu einem modernen Dorfgemeinschaftszentrum werden. Am 9. Februar überreichte Umweltministerin Petra Berg dem Nalbacher Bürgermeister Jörg Laub einen Förderbescheid, der den Umbau finanziell absichert und dem Projekt neuen Schub gibt.
Der Zuwendungsbescheid umfasst 600.000 Euro und stammt aus dem saarländischen Umweltministerium. Die Kirchberghalle dient schon heute als Ort für Vereinsaktivitäten und kulturelle Veranstaltungen. Künftig soll das Gebäude energetisch saniert, barrierefrei gestaltet und funktional neu ausgerichtet werden, damit es den Anforderungen eines zeitgemäßen Dorfgemeinschaftshauses gerecht wird.
„Lebendige Dorfgemeinschaften und ein attraktives Ortsbild sind Garanten für zukunftsfähige Dörfer im Saarland. Dafür ist die optimale Nutzung vorhandener Bausubstanz entscheidend“, sagte Ministerin Petra Berg bei der Übergabe. „Piesbach hat durch die zentrale Anordnung von öffentlichen Gebäuden tolle Voraussetzungen für eine aktive Vereins- und Dorfkultur, die bereits jetzt auf viel Resonanz stößt. So ist die Umgestaltung der Kirchberghalle eine nachhaltige Investition in jedem Sinne – Energie wird eingespart, der Charakter des Ortes wird unterstrichen und der Zugang für alle Bevölkerungsgruppen gewährleistet.“
Unterstützung kommt auch aus dem Innenministerium. Innenminister Reinhold Jost betonte die Bedeutung des Projekts für das Zusammenleben im Ort: „Mit der Umgestaltung der Kirchberghalle investieren wir ganz bewusst in den Zusammenhalt vor Ort. Gerade in unseren Dörfern sind Orte der Begegnung das Herzstück des gesellschaftlichen Lebens – hier findet Ehrenamt statt, hier wächst Gemeinschaft. Wer in moderne, barrierefreie und nachhaltige Infrastruktur investiert, stärkt nicht nur ein Gebäude, sondern das Miteinander und die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat.“
Bürgermeister Jörg Laub hob bei der Scheckübergabe die Rolle der Halle für das kulturelle Leben in Piesbach hervor und machte deutlich, wie wichtig die Förderung für die Gemeinde ist: „Ich sage im Namen unserer Bevölkerung und unserer Vereine von Herzen Dankeschön für diese finanziell wichtige Unterstützung aus Saarbrücken“, sagte Laub. „Piesbach ist in unserer Gemeinde der Ort, in dem neben sportlichen Veranstaltungen gerade das Thema Kultur eine gewichtige Rolle spielt. Die Theater- und die Volkstanzgruppe, Musikverein aber auch die Faasendgemeinschaft sind wichtige Eckpfeiler im Piesbacher Kultur- und Dorfleben. Durch die notwendige Umgestaltung und Sanierung der Kirchberghalle in ein modernes Dorfgemeinschaftszentrum schaffen wir für unsere Vereine die funktionsgerechten Möglichkeiten, die sie für ihre Arbeit brauchen. Da wir als finanzschwache Kommune diese Kosten zur Sanierung nicht alleine stemmen können, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Da tut es gut, dass wir uns auf Ministerin Petra Berg und Minister Reinhold Jost als verlässliche Partner und Unterstützer verlassen können.“
Konkret sind umfangreiche bauliche Maßnahmen geplant. Die Kirchberghalle und der Übergang zur „Neuen Schule“ erhalten neue Fenster und Außentüren. Außerdem werden Heiz- und Lüftungsanlagen mit einem Hackschnitzellager eingebaut. Hinzu kommen eine neue Dacheindeckung und eine verbesserte Fassadendämmung, um den Energieverbrauch zu senken. Mit dem Einbau einer Küche sowie barrierefreien Zugängen und Toiletten soll die Halle künftig noch besser für Vereinsnutzungen und Kulturveranstaltungen geeignet sein und auch älteren oder eingeschränkten Personen den Zugang erleichtern.
Finanziert wird das Vorhaben aus mehreren Töpfen. Das Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz unterstützt die Umgestaltung aus Mitteln der „Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Dorfentwicklung im Saarland“ mit 600.000 Euro. Das entspricht 55 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten von 1.350.602,81 Euro. Weitere 35 Prozent, also 230.769 Euro, kommen aus dem Ministerium für Inneres, Bauen und Sport. Die Gemeinde Nalbach trägt damit einen Eigenanteil von 519.833,81 Euro.
Informationen zur Förderung der ländlichen Entwicklung und zu weiteren Programmen im ländlichen Raum stellt das Umweltministerium online zur Verfügung. Unter www.saarland.de/laendlicheentwicklung können sich Kommunen und Interessierte über Voraussetzungen, Richtlinien und Fördermöglichkeiten informieren.






















