Der Homburger Schlossberg

In den vergangenen Wochen haben sich die Beschwerden betroffener Bürgerinnen und Bürger bei der Stadtverwaltung, der Polizei und in den sozialen Medien über unzumutbare Zustände, große Mengen Müll, die hinterlassen werden, sowie größere Ansammlungen von Menschen auf dem Homburger Schlossberg verstärkt. Auch Bürgermeister Michael Forster zeigt sich über sich häufig in den Abendstunden entwickelnden Situationen auf dem Schlossberg besorgt.

Zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene aus Homburg und angrenzenden Gemeinden treffen sich regelmäßig an diesem beliebten Ausflugsziel. „Es gilt keineswegs für alle jungen Menschen, die sich dort aufhalten, doch kommt es immer wieder zu Verstößen gegen die Corona-Regeln, Spaziergänger und Touristen sowie Gäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schlossberghotels fühlen sich dadurch unwohl, teilweise gar bedroht.“, erklärt die Stadt in einer aktuellen Mitteilung.

Dazu erläutert Homburgs Bürgermeister Forster: „So sehr ich jungen Menschen fröhliche Zusammenkünfte auf dem Schlossberg gönne, muss ich in diesem Falle einschreiten, denn das ehemals harmlose abendliche Treffen Jugendlicher hat sich sehr ungünstig entwickelt. Das, was sich an vielen Abenden auf dem Schlossberg abspielt, ist nicht länger hinnehmbar. Ich habe mich mit der Polizeiinspektion unserer Stadt in Verbindung gesetzt, um die Zusammenarbeit mit dem städtischen Ordnungsamt zu intensivieren. In Zukunft sollen die Kontrollen häufiger und mit Konsequenzen durchgeführt werden. Darüber hinaus wird der Autoverkehr auf dem Schlossberg mit Teilsperrungen eingeschränkt.“

Auch der Sicherheitsberater der Stadt, Thomas Raber, und die Abteilungsleiterin im Ordnungsamt, Simone Müller-Orschekowski, sehen die Notwendigkeit, mit einem abgestimmten Sicherheitskonzept zu reagieren, nicht zuletzt weil der Schlossberg ein in hohem Maße schützenswertes Kulturgut und attraktives touristisches Ziel ist. Gerade mit Blick auf die Pläne, den Schlossberg in den kommenden Jahren weiter zu entwickeln, sei jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um für mehr Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

Bild: Jürgen Kruthoff

Dazu sollen zunächst weitere Einsätze des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) geplant und weiterhin teilweise mit der Vollzugspolizei durchgeführt werden. Weiter ist eine verkehrsrechtliche Anordnung erarbeitet worden, die die Zufahrt zum Schlossberg regelt. So dürfen aktuell nur Gäste, Beschäftigte und der Lieferverkehr zum Schlossberghotel die Schlossberghöhenstraße nach 19 Uhr passieren. Eine Abstimmung mit den Verantwortlichen des Schlossberg-Hotels ist bereits erfolgt und erfolgt auch weiterhin.

Bild: Jürgen Kruthoff

Zur Koordinierung dieser Maßnahmen gehören auch die Aufräumaktionen durch den Baubetriebshof sowie durch die Abteilung Denkmalschutz. Hier soll versucht werden, eine deutliche Verringerung der Müllmengen zu erreichen, was letztlich den Einsatz von Personal und auch die Kosten reduzieren würde.

Weitere Möglichkeiten werden darin gesehen, Verbesserungen durch bauliche Veränderungen zu erzielen. So könnten als weitere Maßnahmen Parkplätze abgesperrt werden und die Fahrbahn so gestaltet werden, dass es unattraktiver sein wird, diese zu befahren. Auch der Aufbau einer Schranke wäre denkbar, wenn die bisher beschlossenen Maßnahmen keine Verbesserungen mit sich bringen sollten.

 

 

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