Ministerin Anke Rehlinger (r.), Bernhard Pinl (3. v. r.) und Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (3. v. l.) bei der Einweihung der Elektroladestation. Foto: Stadt Homburg.

Elektromobilität bei Fahrzeugen ist in aller Munde. Dennoch sind nur wenige elektrisch angetriebene Autos auf den Straßen zu sehen. Dies erkannte auch Bernhard Pinl, der Inhaber des in Homburg ansässigen Hotels Rabenhorst. Pinls Idee war, eine Ladestation zu installieren und Elektrofahrzeuge vorzuhalten und damit „Mitvorreiter“ bei der E-Mobilität zu sein, wie der Hotelier bei einem Pressetermin in dieser Woche sagte. Als Partner konnte Pinl das Autohaus Deckert gewinnen, das sich gerne an dem Projekt beteiligt. Weitere Firmen, wie Elektro Hager und die Stadtwerke Homburg, konnten ebenfalls vom Konzept überzeugt werden. Auch die Stadt Homburg wurde im Vorfeld informiert.

Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind bekannte sich durchaus zur Elektromobilität, musste aber eingestehen, dass er sich bei dem Thema in einem Zwiespalt befindet und stellte klar: „Die Homburger Industrie ist in großen Teilen mit der Produktion von Dieselantrieben verzahnt. Daher kann ich nicht uneingeschränkt für alternative Technologien sein.“ Dessen ungeachtet unterstütze er das Vorhaben der Familie Pinl natürlich und ergänzte, dass es mit der nun geschaffenen Säule, insgesamt vier PKW-Ladestationen im Stadtgebiet gebe.
Auch die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger schaute sich vor Ort die neue „Stromtankstelle“ an. Ihr Lob galt den Beteiligten, die „Privat-Initiative“ gezeigt hätten und das Projekt in nur drei Monaten umgesetzt haben. Dieses Handeln sei besonders bemerkenswert, „denn hier wurde nicht gezögert oder gefordert, getreu dem Motto ‚es müsste etwas gemacht werden‘, sondern es wurde angepackt“, so die Ministerin. Auch wenn derzeit noch fossile Energien hauptsächlich als Antriebsquelle genutzt werden, sei für sie der Weg hin zur Elektromobilität ein Prozess des Wandels und nicht des Bruchs.
Die zwei Elektroautos stehen ab sofort zur Verfügung und werden von den Hotelgästen sicher gerne genutzt, um gerade innerhalb Homburgs einige interessante Punkte anzusteuern.
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