Neue Hilfsmittel für die Feuerwehr Homburg: Drohne und Gerätewagen Wasser mit 15.000 Liter Fassungsvermögen. Bild: Bill Titze

Die Feuerwehr kann gleich zwei neue Anschaffung präsentieren – und beide haben es in sich. Da ist zum Einen ein Gerätewagen Wasser, der nun das größte Fahrzeug der Feuerwehr ist. Und zum Anderen eine Drohne, die in Einsätzen wertvolle Dienste leisten soll. Was sie alles kann, wurde nun vorgestellt.

Von weit oben kommt das Signal. Es ist deutlich vernehmbar, sodass sich direkt alle Augen in die Höhe richten. Dort sieht man es, das neue Schmuckstück der Feuerwehr Homburg: eine neue Drohne. 9.000 Euro kostet die Anschaffung mit allem drum und dran. Geld, dass laut Bürgermeister Michael Forster mehr als sinnvoll investiert ist. „Das ist für unsere Feuerwehr ein ganz großer technischer Vorteil. Ich habe selbst schon gesehen, welche Rolle eine solche Drohne für die Einsatztaktik spielen kann.“

Tatsächlich ist das Gerät gleich in mehrfacher Hinsicht nutzbar. Da ist zunächst die Möglichkeit, durch Lautsprecherdurchsagen oder Signaltöne auf eine Gefahrensituation aufmerksam zu machen. Neben Suchscheinwerfern besticht der Flugkörper auch durch ein 2-Wege-Kamera-System. Es besteht so die Möglichkeit, visuell mit Zoom zu arbeiten oder aber mittels Infrarotkamera beispielsweise Hotspots bei Bränden zu finden. Nützlich ist die Funktion natürlich auch bei der Personensuche. So konnte die Drohne, die seit Dezember im Einsatz ist, tatsächlich bereits bei der Suche nach einem in einem Feld verschwundenen Mädchen wertvolle Dienste leisten.

Die neue Drohne ist mit ihrer Infrarotkamera unter anderem bei Personensuchen hilfreich. Bild: Bill Titze

Klar ist aber auch, dass es geschultes Personal braucht, um mit dem Hochleistungsgerät umzugehen. „Gerade solche Infrarotinterpretationen gestalten sich schwierig“, erklärt Oberbrandmeister Uwe Neumann, der die Arbeitsgruppe zur Anschaffung der Drohne leitete. „Da gibt es verschiedene Farbmodi in der Darstellung und je nach Einsatzgeschehen muss man dann entscheiden, welcher Modus gewählt werden soll.“ Ein Blick auf den kleinen Bildschirm des Steuergeräts reicht aus, um zu erkennen, was Neumann meint. Dort ist nämlich bei Nutzung der Infrarotkamera lediglich ein buntes Farbenmeer zu erkennen, das für den Laien kaum Aussagekraft hat.

Um die Interpretation auch für die Experten einfacher zu machen, werden die Aufnahmen der Drohne bei Einsätzen auf einem großen Flachbildfernseher abgespielt. „Da kann die Aufnahme dann von mehreren Personen verfolgt werden, schließlich hat man als Einzelner schnell mal etwas übersehen,“ so der Homburger Wehrführer Peter Nashan. Personalintensiv ist das Ganze also in jedem Fall, schließlich muss die Person an der Drohne im Hinblick auf die Konzentrationsfähigkeit auch alle zwanzig Minuten ausgetauscht werden. „Wir sind froh, dass sich viele Feuerwehrangehörige bereit erklärt haben, mit der Drohne zu arbeiten“, sagt Nashan mit Blick auf das große Team, das sich an diesem Nachmittag eingefunden hat, um das Fluggerät mit sichtlich viel Spaß vorzustellen.

Der neue Tankwagen ist nun das größte Fahrzeug der Homburger Feuerwehr. Bild: Bill Titze

Aber nicht nur die Drohne soll in Zukunft eine wichtige Stütze bei Einsätzen darstellen. Das gilt auch für einen neuen Gerätewagen Wasser, in den rund 100.000 Euro investiert wurden. Früher als Milchlaster im Einsatz, dient das Fahrzeug nun als Tankfahrzeug für die Feuerwehr Homburg. „Unser alter Tankwagen wurde vom TÜV nicht mehr abgenommen“, erläutert Wehrführer Nashan, wieso der Ankauf eines solchen Fahrzeugs notwendig war. In den Edelstahltank des nunmehr größten Gefährts der Homburger Feuerwehr passen 15.000 Liter Wasser – eine echte Hausnummer, die in der Region so einmalig ist. Dementsprechend wird der Gerätewagen Wasser auch nicht nur in Homburg zum Einsatz kommen. „Gerade dort, wo man nicht so schnell an Wasser kommt, wie man es vielleicht für den Einsatz braucht, ist dieses Tankfahrzeug ein echter Gewinn“, freut sich Bürgermeister Forster. Außerdem könne der Wagen im Zweifel auch Trinkwasser spenden. „Heute ist ein guter Tag für die Feuerwehr Homburg“, fasste Forster mit Blick auf die zwei neuen Anschaffungen zusammen.

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