Die St. Ingberterin Monika Sorce (li.) wird Weltmeisterin im Boxen. Foto: A.Sorce
Anzeige

Mit einem technischen K.-o.-Sieg in der dritten Runde hat sich Monika Sorce in die Liste der Boxweltmeisterinnen eingetragen. Die gebürtige Oberwürzbacherin sicherte sich im Kölner Panther Gym die Titel der Verbände WBU und AFSO im sogenannten S/Pro-Boxen und setzte damit ein Ausrufezeichen, das weit über die Grenzen St. Ingberts hinaus zu hören ist.

Gegnerin in diesem Schlüsselkampf war die österreichische Profiboxerin Eva Hubmayer, die als ausgesprochen wehrhafte Konkurrentin in den Ring stieg. Sorce ließ sich davon nicht beeindrucken. Bereits in der dritten Runde war die Auseinandersetzung entschieden, der Ringrichter sah sich zum Abbruch veranlasst.

Anzeige

Für die 43-Jährige ist dieser Titel die Krönung eines sportlichen Lebenswegs, der sich über 22 Jahre erstreckt. Wer so lange in einer der härtesten Disziplinen überhaupt durchhält, braucht mehr als Talent. Den Weltmeistergürtel im Profiboxen hatte sie sich zum großen Ziel gesetzt, nachdem sie 2019 bereits im Kickboxen ganz oben gestanden hatte. Nun ist auch dieses Kapitel geschrieben.

An ihrer Seite stand wie seit Jahren ihr Ehemann Alessandro Sorce, der die Boxerin trainiert und betreut. Die Verbindung aus privatem und sportlichem Vertrauen gilt als wesentlicher Baustein dieser Karriere, in der Trainingspläne, Wettkampftermine und Alltag zwangsläufig ineinandergreifen.

Anzeige

Auch im Rathaus ist der Erfolg registriert worden. Oberbürgermeister Ulli Meyer ließ es sich nicht nehmen, der Sportlerin und ihrem Trainer persönlich zu gratulieren. „Monika Sorce hat mit ihrem Weltmeistertitel eine außergewöhnliche Leistung vollbracht. Sie beweist eindrucksvoll, dass Leidenschaft, Disziplin und Durchhaltevermögen auch nach vielen Jahren noch zu großen Erfolgen führen können“, erklärte Meyer.

Der Verwaltungschef hob zudem die Strahlkraft des Erfolgs für die Stadt hervor. „Mit ihrem sportlichen Werdegang und ihrem Titelgewinn vertritt sie unsere Stadt weit über die Grenzen St. Ingberts hinaus auf hervorragende Weise“, so Meyer. Den Glückwünschen schloss er auch Alessandro Sorce ausdrücklich an und wünschte beiden weiterhin Erfolg.

Für Monika Sorce dürfte der Abend in Köln einer jener Momente bleiben, an denen sich Jahrzehnte des Trainings, der Entbehrungen und der disziplinierten Vorbereitung zu einem einzigen Bild verdichten: dem einer Sportlerin, die mit 43 Jahren ganz oben angekommen ist.

💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein