Symbolbild

Der saarländische Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, den Gesetzentwurf zu unlauteren Handelspraktiken noch einmal zu überarbeiten. „Die auf April vertagte Entscheidung des Bundestags gibt der Regierung genügend Zeit, Schwachstellen des Gesetzentwurfs zu beseitigen“, so der Minister.

Der gravierendste Mangel aus seiner Sicht: „Handelsketten können nach wie vor landwirtschaftliche Produkte zu Preisen einkaufen, die unter den Produktionskosten liegen. Die Bundeslandwirtschaftsministerin hätte hier endlich die Chance, die Position der Landwirte, die das schwächste Glied in der Wertschöpfungskette sind, in einem entscheidenden Punkt zu stärken, zeigt aber bislang wenig Bereitschaft.“ Es sei ein Unding, dass sich ein Produzent mit dem begnügen müsse, was ihm der Handel zugesteht. „Wir können doch nicht ernsthaft von unseren Landwirten höhere Standards bei Umweltschutz und Tierwohl verlangen und gleichzeitig tolerieren, dass sie ihre Erzeugnisse zu Schleuderpreisen hergeben müssen.“

Jost: „Den Lebensmitteln wird nicht der Wert zugemessen, den sie verdienen. Mehr Wertschätzung für das landwirtschaftlich erzeugte Produkt bedeutet auch mehr Wertschätzung für den Produzenten. Ich werde mich gemeinsam mit den Agrarministerkollegen der Länder auch weiterhin für eine Erhöhung der Produkt-Wertigkeit und ein Verbot des Einkaufs unter den Produktionskosten einsetzen.“

 

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