Das Team des Minigolf Platzes in Jägersburg - Bild Stephan Bonaventura

Man kann es gar nicht anders sagen, der Platz zwischen Schloss- und Brückweiher lässt sich kaum wiedererkennen. Wo früher hohes Gras und kaputte Minigolfbahnen regierten, ist nun rund um das „Bistro am Minigolf“ eine richtige kleine „Stadt“ entstanden. Pächter Karsten Mühmel ist zufrieden mit der Entwicklung – möchte aber durchaus noch mehr.

Kinder spielen auf dem Wasserspielplatz, die Eltern genießen ein Getränk und drum herum spielen Menschen auf herausgeputzten Bahnen Minigolf – eine solche Szenerie war zwischen Schloss- und Brückweiher vor zwei Jahren noch kaum vorstellbar. Und doch ist sie mittlerweile Realität. Grund ist das sogenannte „Bistro am Minigolf“, das mit Karsten Mühmel ein gebürtiger Jägersburger aufgebaut hat.

Karsten Mühmel betreibt mit viel Enthusiasmus seine Gastronomie – Bild Stephan Bonaventura

Das Bistro gab es zwar schon im vergangenen Jahr, doch Mühmel ist nun noch einmal in andere Dimensionen vorgestoßen. So wurde ein deutlich größerer Ausschankwagen angeschafft, der gewissermaßen das Zentrum der Anlage bildet. „Der Wagen hat sich bereits jetzt ausgezahlt. Als im Frühling mal unverhofft ein kleiner Schauer kam, konnten wir drum herum trotzdem noch 50 Leute weiter bewirten“, erzählt Mühmel sichtlich stolz. Darüber hinaus sorgt ein neues Zelt dafür, dass noch mehr Besucher bei schlechter Witterung im Trockenen sitzen können.

Das ist jedoch noch lange nicht alles. So gibt es neben dem großen Ausschankwagen noch eine Bude, an der Essen verkauft sowie einen Küchencontainer. Zwischendrin stehen schließlich die Bierbänke, die Platz für rund 500 Menschen bieten. „Gerade am Wochenende brauchen wir diese Kapazität, denn dann ist es hier voll.“ Vermutlich auch deshalb, weil man hier nicht nur selbstgemachte Burger genießen kann, sondern auch im großen Beachbereich auf einem Liegestuhl entspannen kann.

Minigolf lässt sich am Bistro wunderbar spielen – Bild: Stephan Bonaventura

Oder sich eben an einer Runde Minigolf probieren kann. Das liegt auch daran, dass Mühmel die Bahnen mit Helfern auf Vordermann gebracht hat. Inklusive einer Beleuchtung, damit die Menschen auch noch bis spät in den Abend hinein spielen können. Hilfreich sind dabei auch LED-Bälle, die eine echte „Night Session“ auf dem Parcours ermöglichen. „Wenn ich in Zukunft einen längeren Zuschlag für den Platz bekomme, dann werde ich auch neue Bahnen installieren“, sagt Mühmel, dessen Pachtvertrag von der Stadt derzeit immer ein Jahr läuft.

Neben dem Normalbetrieb gibt es auch regelmäßig Musik-Veranstaltungen, die weitere Besucher anlocken sollen. Diesbezügliche Meinungsverschiedenheiten mit sich gestört fühlenden Anwohner sind laut Mühmel mittlerweile beigelegt. „Es war vielleicht ein Fehler, dass die Leute nicht genau wussten, was auf sie zukommt.“ Nun habe man jedoch Gespräche geführt, mit dem Ergebnis, dass die Musik spätestens um 22 Uhr ausklingen soll. „Schließlich wollen wir keinen Stress mit den Anwohnern.“

Das wäre auch mehr als schade, denn unbestritten hat Mühmel dem Ort neues Leben eingehaucht. So wie generell die Weiherlandschaft in Jägersburg in den letzten Jahren durch die Ansiedlung verschiedener Gastro-Betriebe extrem aufgewertet wurde. Als Konkurrenz sieht Mühmel die anderen jedoch nicht. „Je mehr gute Gastronomie hier geboten wird, desto mehr Leute kommen auch.“

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