Bild: Landeshauptstadt Saarbrücken
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Wer mit der Familie einen Ausflug in den Deutsch-Französischen Garten plant, verlässt sich auf die Angaben der Stadt. Doch genau hier hakt es offenbar immer wieder. Der Kreisverband der Linken in Saarbrücken fordert deshalb ein digitales Live-Informationssystem, das Besucherinnen und Besuchern in Echtzeit zeigt, welche Attraktionen tatsächlich geöffnet haben und welche gerade nicht zur Verfügung stehen.

Hintergrund der Initiative sind wiederkehrende Enttäuschungen vor Ort. „Immer wieder erleben Menschen, dass auf der Internetseite Öffnungszeiten angegeben sind, die vor Ort nicht der Realität entsprechen“, kritisiert Dennis Kundrus, stellvertretender Kreisvorsitzender der Linken Saarbrücken. Genau solche Situationen ließen sich seiner Ansicht nach vermeiden – mit einem System, das kurzfristige Änderungen sofort sichtbar macht.

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Konkret schwebt der Partei ein digitales Werkzeug vor, über das die Betreiber der einzelnen Attraktionen ihre Öffnungszeiten und spontane Ausfälle unmittelbar selbst aktualisieren können. Ob wetterbedingte Schließung oder technische Panne – die Informationen sollen auf der städtischen Internetseite, über die Saarbrücken App und per QR-Code an den Parkeingängen jederzeit abrufbar sein.

Für Kundrus ist das eine Frage der Prioritäten. „Moderne Digitalisierung bedeutet nicht teure Prestigeprojekte. Sie muss den Alltag der Menschen einfacher machen“, betont er. Ein solches System sei mit vergleichsweise geringem Aufwand umsetzbar und erspare Tausenden unnötige Wege und Frust.

Der Vorschlag ist Teil eines größeren Konzepts, mit dem die Linke den Deutsch-Französischen Garten weiterentwickeln will. Dazu zählt ein Zukunftskonzept zur Stärkung der Gastronomie im Park. Ebenso fordert der Kreisverband neue botanische Attraktionen mit wissenschaftlichem und bildungsorientiertem Anspruch – ein Angebot, das an die Tradition des früheren Botanischen Gartens anknüpfen und den DFG als Ausflugs- und Lernort aufwerten könnte.

Die Bedeutung des Parks für die Stadt hebt Kundrus abschließend hervor. Der Deutsch-Französische Garten sei einer der wichtigsten öffentlichen Erholungsorte Saarbrückens und gerade für Familien sowie Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ein Ort, an dem Freizeit bezahlbar bleibe. „Umso wichtiger ist es, dass diese Angebote möglichst zuverlässig zur Verfügung stehen. Das ist eine Frage des Respekts gegenüber den Besucher:innen und gehört zu einem guten öffentlichen Service einfach dazu.“

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