Der Freiheitsbrunnen am Homburger Rondell Foto: Wolfgang Henn
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Wie eng die deutsche und die amerikanische Geschichte tatsächlich miteinander verwoben sind, lässt sich mitten in Homburg entdecken. Am Vortag des German-American Day lädt eine Themenführung dazu ein, jenen Spuren nachzugehen, die US-Amerikaner in der Saarpfalz und ausgewanderte Saarpfälzer in den Vereinigten Staaten hinterlassen haben. Unter dem Titel „American Traces in Homburg zwischen Schwarz-Rot-Gold und Stars and Stripes“ führt der Rundgang am Montag, 5. Oktober, durch ein Stück gemeinsamer Vergangenheit.

Der Anlass hat eine lange Vorgeschichte. Bereits 1683 landete an der Küste des heutigen US-Gebiets die erste größere Gruppe deutscher Einwanderer an Bord des Segelschiffs „Concord“. Genau 300 Jahre später, im Jahr 1983, rief Präsident Ronald Reagan diesen Tag erstmals als „German-American Day“ aus. Seit 1987 wird der 6. Oktober mit Zustimmung des Kongresses offiziell begangen und Jahr für Jahr durch ein Kommuniqué des amtierenden US-Präsidenten gewürdigt.

Dass dieses Datum ausgerechnet in der Saarpfalz aufgegriffen wird, ist kein Zufall. Die Region pflegt ungewöhnlich zahlreiche und vielfältige Verbindungen in die USA. Die Führung wirft einen regionalen Blick auf diese erstaunlich facettenreichen Bezüge, der gerade 2026 an Gewicht gewinnt: In jenem Jahr feiern die Vereinigten Staaten ihren 250. Geburtstag.

Doch der Rundgang bleibt nicht in der Vergangenheit verhaftet. Auch die gegenwärtigen Beziehungen kommen zur Sprache, etwa die seit 1997 bestehende partnerschaftliche Verbindung des Saarpfalz-Kreises zu Henrico County im US-Bundesstaat Virginia. Auf den Spuren der deutsch-amerikanischen Demokratiegeschichte wird deutlich, wie eng „Schwarz-Rot-Gold“ und „Stars and Stripes“ zusammenhängen, zwischen Freiheitsbaum und Sternenbanner, zwischen Barrikadenkampf und der Suche nach einem neuen Vaterland.

Treffpunkt ist um 17 Uhr der Homburger „Freiheitsbrunnen“ an der Ecke Eisenbahnstraße und Am Rondell. Enden wird die rund eineinhalbstündige Tour gegen 18.30 Uhr am Christian von Mannlich-Gymnasium in der Hiltebrandtstraße. Dort wartet mit dem Wandrelief „Wooden Wave“ des Künstlers Martin Steinert ein besonderer Schlusspunkt, ein Werk, das gemeinsam von amerikanischen und deutschen Schülern verwirklicht wurde.

Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache durchgeführt und ist kostenlos. Möglich machen dies die Unterstützung des Deutsch-Amerikanischen Instituts Saarland, des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland sowie der Botschaft der Vereinigten Staaten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, Änderungen bleiben vorbehalten.

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