Ein Anruf der vermeintlichen Tochter, die angeblich in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt sein sollte, veranlasste am Donnerstag, dem 27. Mai, ein älteres Ehepaar in Lebach zur Übergabe eines größeren Geldbetrages an einen unbekannten Mann.

Gegen 14.15 Uhr klingelte das Telefon in der Wohnung des Ehepaares. Die 81 Jahre alte Frau glaubte in der aufgeregten und weinenden Anruferin ihre Tochter zu erkennen. Diese erzählte, dass sie einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem drei Menschen ums Leben gekommen seien. Nun müsse sie eine hohe Kaution hinterlegen.

Nacheinander meldeten sich beim dem Ehepaar weitere Anrufer, eine angebliche Polizeibeamtin, ein „Vorgesetzter“ sowie ein angeblicher Staatsanwalt, die die zuvor von der Anruferin erzählte Geschichte bestätigten. In Sorge um ihre Tochter übergab das Ehepaar gegen 17.20 Uhr Bargeld in Höhe eines fünfstelligen Betrages sowie Goldschmuck und Münzen an einen unbekannten „Kurierfahrer“ an einem zuvor vereinbarten Treffpunkt in der Saarbrücker Straße in Lebach.

Der Unbekannte soll etwa 40 bis 50 Jahre alt, 1,65 Meter groß und von kräftiger, dicklicher Statur gewesen sein. Zu dem Fahrzeug, das der dunkelhaarige Mann mit eher rundlichem Gesicht und Stirnglatze benutzt haben soll, liegt keine Beschreibung vor. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Gesuchten geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0681/962-2133 an den Kriminaldauerdienst zu wenden.

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