In Lebach wurde der Sport an diesem Tag zum verbindenden Element: 1.461 Schülerinnen und Schüler aus 18 Förderschulen kamen bei den 46. Landesjugendspielen zusammen, um sich zu messen, sich anzufeuern und gemeinsam zu erleben, was Sport über den reinen Wettkampf hinaus bedeutet. Nach den Special Olympics Nationalen Spielen im Juni war es das zweite große Ausrufezeichen für inklusiven Sport im Saarland in diesem Jahr.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, die seit 2024 dauerhaft die Schirmherrschaft der Landesjugendspiele übernommen hat. Für sie sprechen schon die Zahlen für sich: neben den Teilnehmenden waren 800 Lehrkräfte und mehr als 300 Helferinnen und Helfer im Einsatz.
„Diese beeindruckenden Zahlen zeigen, welchen Stellenwert die Landesjugendspiele inzwischen haben“, sagte die Ministerin. Seit fast fünf Jahrzehnten entstehe hier ein Ort, an dem junge Menschen ihre Fähigkeiten zeigen und über sich hinauswachsen könnten. Entscheidend sei dabei nicht der Unterschied, sondern das gemeinsame Erlebnis: „Jede und jeder kann entsprechend der eigenen Möglichkeiten teilnehmen und dazugehören. Genau das ist gelebte Inklusion.“
Die Landesjugendspiele sind in ihrer Form bundesweit einzigartig. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1979 zurück, als 164 Kinder und Jugendliche zum ersten Mal an den Start gingen. Wie stark die Veranstaltung seither gewachsen ist, zeigt ein Blick auf das Jahr 2001, in dem erstmals mehr als 1.000 Teilnehmende dabei waren.
Die Wettkämpfe verteilen sich auf die vier Förderschwerpunkte Sehen, Hören und Sprache, körperliche und motorische Entwicklung sowie geistige Entwicklung. Ob Laufen, Fahren, Werfen, Stoßen, Springen oder Zielen – die Disziplinen sind so angelegt, dass jedes Kind sein eigenes Können unter Beweis stellen kann.
Möglich wird ein solcher Tag nur durch viele helfende Hände. Mehr als 300 Freiwillige packten mit an, darunter Schülerinnen und Schüler umliegender Schulen, Bundeswehr, Polizei, die Stadt Lebach sowie zahlreiche weitere Partner und Ehrenamtliche. Ihnen sprach die Ministerin ausdrücklich ihren Dank aus.
Was im sportlichen Miteinander sichtbar wird, prägt nach Darstellung des Ministeriums auch die tägliche Arbeit an den Förderschulen: Im Mittelpunkt stehen die individuellen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes. Diesen Ansatz stützt die neue Förderschulverordnung, mit der das Saarland zum Schuljahr 2026/27 nach fast 40 Jahren einen einheitlichen und modernen Rahmen geschaffen hat. Sie soll die individuelle Förderung stärken und neue Bildungs- sowie Abschlussmöglichkeiten eröffnen – damit Teilhabe nicht nur auf dem Sportplatz, sondern auch im Schulalltag konkret erlebbar bleibt.




















