Elf Feuerwehrleute aus St. Ingbert und Blieskastel dürfen sich künftig Atemschutzgeräteträger nennen. Sie alle haben die anspruchsvolle Prüfung am Ende eines zehntägigen Lehrgangs bestanden – und das, wie es aus den Reihen der Wehren heißt, mit Bravour.
Vom 16. bis zum 26. September liefen bei der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert die Ausbildungseinheiten. Im Zentrum stand ein Thema, das zum Kern jedes Feuerwehreinsatzes gehört: das sichere Arbeiten unter Atemschutz. Die Teilnehmenden lernten die Grundlagen kennen und übten die entscheidenden Handgriffe immer wieder praktisch ein.
Besonderes Gewicht legten die Ausbilder auf realistische Szenarien. Wer später in einem verrauchten Treppenhaus oder einem brennenden Wohnhaus bestehen soll, muss die Abläufe verinnerlicht haben, bevor es ernst wird. Genau diese Einsatznähe sollte der Lehrgang vermitteln.
Neben der Praxis kam auch die Theorie nicht zu kurz. Aufbau und Funktion der Atmung, die Technik der Atemschutzgeräte, taktisches Vorgehen und die Sicherheit bei der Brandbekämpfung im Inneren eines Gebäudes gehörten zum Stoff. Die theoretische Prüfung stand am 25. September an, einen Tag später folgte der praktische Teil. Alle Prüflinge meisterten beide Hürden.
Bemerkenswert ist die Zusammensetzung des Kurses: Acht Angehörige kamen aus St. Ingbert, drei aus Blieskastel. Dass beide Feuerwehren gemeinsam ausbilden, werten die Verantwortlichen als klares Signal funktionierender Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinweg.
Der Nachwuchs an ausgebildeten Atemschutzgeräteträgern hat für die Wehren einen handfesten Wert. Nur mit diesen Spezialisten lassen sich Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen retten, etwa wenn ein Wohnhaus in Flammen steht. Die Fähigkeit, unter Atemschutz effektiv und sicher zu arbeiten, zählt zu den originären Aufgaben jeder Feuerwehr und entscheidet im Ernstfall über Leben und Gesundheit.
Beide Wehren gratulierten den frisch geprüften Kräften zu ihrem Erfolg. Ausdrücklicher Dank ging zudem an die Ausbilderinnen und Ausbilder, ohne deren Engagement der Lehrgang nicht möglich gewesen wäre.




















