Gelb, gefüllt und gut gemeint: Zum 17. Mal verteilte der Biosphärenzweckverband Bliesgau gemeinsam mit den Kommunen die bekannte Bio-Brotbox an die jüngsten Schulkinder der Region. In Homburg durften sich alle Erstklässlerinnen und Erstklässler der Grundschulen, der Schule am Webersberg, der Oberlinschule sowie der Siebenpfeiffer-Förderschule über die Überraschung freuen – eine Box voller regionaler, gesunder und fair gehandelter Produkte.
Die Stadt Homburg beteiligte sich wie in den Vorjahren an der Aktion. Bürgermeister Manfred Rippel übernahm die Verteilung an der Grundschule Bruchhof, während der hauptamtliche Beigeordnete Philipp Scheidweiler gemeinsam mit Isabelle Külzer vom Amt für Bildung und Sport die Boxen an die Klassensprecherinnen und Klassensprecher der Grundschule Sonnenfeld übergab. An den übrigen Grund- und Förderschulen im Stadtgebiet packten in der Regel die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher oder ihre Stellvertreter mit an.
Für Rippel war der Besuch an der Grundschule Bruchhof mehr als ein Pflichttermin. „Es ist schön zu sehen, wie groß die Freude bei euch Kindern jedes Jahr ist“, sagte er zu den 54 Erstklässlern an seiner einstigen Schule. „Auch ich bin hier vor langer Zeit zur Schule gegangen und wohne noch ganz in der Nähe“, erzählte er den Kindern und kam darüber rasch mit ihnen ins Gespräch – über Lieblingsspeisen, erste Experimente am Esstisch und die Frage, warum Obst und Gemüse so wichtig sind.

Auch an der Sonnenfeldschule wurde nicht nur verteilt, sondern geredet. Scheidweiler besuchte nacheinander die Fledermaus-, die Fuchs- und die Elefantenklasse und ließ sich von den 69 Kindern erzählen, wer gern Obst und Gemüse isst oder sogar im eigenen Garten oder bei den Großeltern ernten darf. Einige Mädchen und Jungen berichteten stolz von eigenen Obstbäumen oder Erdbeeren.
Zum festen Ritual gehört auch eine Vorlesegeschichte. Rippel, Scheidweiler und die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher lasen den Kindern die Erzählung „Vom knackigsten Gemüse der Welt“ vor. Darin träumt der junge Stefan von einem nächtlichen Fest in seinem Garten und entdeckt dabei eine neue Lust auf das, was er zuvor verschmäht hatte – eine Botschaft, die in Homburg auf offene Ohren stieß.

Scheidweiler nutzte die Gelegenheit, um für die Idee hinter der Aktion zu werben. „Ich finde es gut, dass für den Inhalt in den Biobrotboxen so viel Wert auf regionale Produkte gelegt wird“, betonte er. Die Kinder ermunterte er, mit ihren Eltern über die Herkunft der Lebensmittel zu sprechen und ruhig immer wieder Neues zu probieren. Gemeinsam mit Schulleiterin Judith Lacher prägte er den Satz des Tages: „Gebt Gemüse eine Chance!“
Allein in Homburg wurden rund 440 Boxen verteilt. Im gesamten Biosphärenreservat Bliesgau und in der Stadt Bexbach kamen etwa 1.600 gelbe Boxen zusammen – ebenso viele regionale Frühstücke. Gepackt wurden sie einen Tag zuvor im DHL-Logistikzentrum in St. Ingbert und mit der Elektro-Flotte der Deutschen Post an die Schulen gebracht.

Im Inneren fanden die Kinder Brot aus Bliesgau-Mehl, Bio-Käsesticks, Bio-Äpfel, Bio-Karotten, fair gehandelte Schokolade und Bio-Tee, dazu ein Glas Bio-Honig pro Klasse. Getragen wird die Aktion vom Biosphärenzweckverband, den Kommunen sowie den Sparkassen und der Deutschen Post. Die gelben Boxen selbst, gesponsert von der Kreissparkasse Saarpfalz und der Sparkasse Saarbrücken, sind für den täglichen Gebrauch gedacht.




















