Gemeinsam für das Palliativzentrum Schmetterling und die „Wir Wunder“-Aktion (v. l.): Armin Reinke, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Saarpfalz, Rüdiger Schneidewind, Vorsitzender des Fördervereins für altersübergreifende Palliativmedizin e.V. und Geschäftsführer der HoPa Saar-Pfalz gGmbH, Prof. Dr. Sven Gottschling, Chefarzt des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am UKS, sowie Frank Barbian, Geschäftsführer der Stadtwerke Homburg.

Für viele Kinder gehört das Schaukeln auf dem Spielplatz zum Alltag. Wer jedoch auf einen Rollstuhl angewiesen ist, bleibt bei diesem Gefühl von Bewegung und Leichtigkeit oft außen vor. Genau das soll sich am Homburger Palliativzentrum Schmetterling ändern – mit einer speziellen Rollstuhl-Schaukel, die durch eine gemeinsame Spendenaktion finanziert werden soll.

Hinter dem Vorhaben stehen die Kreissparkasse Saarpfalz und die Stadtwerke Homburg. Beide beteiligen sich an der sogenannten „Wir Wunder“-Verdopplungsaktion und legen zusammen 15.000 Euro in den Topf. Das Prinzip ist einfach: Wer spendet, verdoppelt seinen Beitrag automatisch. Wer also 50 Euro gibt, lässt daraus 100 Euro werden – so lange, bis die 15.000 Euro der beiden Unternehmen ausgeschöpft sind.

Insgesamt werden 35.000 Euro benötigt, um die Schaukel anzuschaffen und sicher zu installieren. Gespendet werden kann vom 10. Oktober, 9 Uhr, bis zum 18. Oktober 2026 um 23.59 Uhr über die Plattform Wir Wunder, das Spendenportal der Sparkassen-Finanzgruppe in Kooperation mit betterplace.org.

Das Palliativzentrum Schmetterling entsteht derzeit auf dem Gelände des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg. Geplant ist eine bundesweit besondere Einrichtung: ein altersübergreifendes Hospiz, das unheilbar erkrankten Kindern und Erwachsenen unter einem Dach Pflege, medizinische Betreuung und eine würdevolle Begleitung bis zum Lebensende bietet. Auch die Angehörigen stehen im Mittelpunkt – besonders Geschwisterkinder werden psychologisch bei der Trauerarbeit unterstützt.

Entwickelt wurde das Konzept vom Palliativ- und Schmerzmediziner Professor Sven Gottschling, der die Umsetzung weiter begleitet. Für ihn geht es um mehr als medizinische Versorgung. „Wir möchten, dass Tod und Sterben aus der Tabuzone nochmal mitten rein in die Mitte der Gesellschaft gerückt wird, denn auch Sterbende sind Lebende, und auch die haben es verdient, bis zum letzten Atemzug teilzuhaben an unser aller Leben“, sagt Gottschling.

Eine zentrale Rolle beim Aufbau des Zentrums spielt der Förderverein für altersübergreifende Palliativmedizin. In ihm engagiert sich seit einigen Jahren auch Armin Reinke, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Saarpfalz. „Der Bau dieses Zentrums ist eine große Herzensangelegenheit des Fördervereins. Es ist ein schönes Gefühl, einen kleinen Beitrag zu einem solchen Projekt leisten zu können“, erklärt er.

Auch bei den Stadtwerken Homburg versteht man die Aktion als Zeichen gelebter Solidarität. „Gutes zu tun heißt, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam etwas zu bewegen“, betont Geschäftsführer Frank Barbian. Mit der Verdopplung wolle man dazu beitragen, dass aus vielen kleinen Spenden eine große Hilfe werde. Besonders wichtig sei ihm, ein Projekt zu unterstützen, das Menschen in einer schwierigen Lebensphase zugutekommt.

Am Ende steht ein Ziel, das sich leicht erklären lässt: ein Stück unbeschwerte Freude für Kinder, denen vieles verwehrt bleibt. Jeder Beitrag zählt dabei – unabhängig von der Höhe.

💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein