Trotz eines leicht rückläufigen Bruttoumsatzes hat die Karlsberg Brauerei aus Homburg ihre Position im hart umkämpften deutschen Biermarkt gestärkt. Beide Kernmarken – Karlsberg und MiXery – gewannen im Geschäftsjahr 2025 sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz Marktanteile hinzu, wie aus dem jetzt veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht.
Der Bruttoumsatz, also der Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen und Verbrauchsteuern, lag mit 149,8 Millionen Euro rund drei Prozent unter dem Vorjahreswert von 154,4 Millionen Euro. Im Inland fiel der Rückgang allerdings moderat aus, zumal die zweite Jahreshälfte deutlich besser verlief als die erste. Spürbar belastet wurde die Bilanz hingegen durch das Auslandsgeschäft, wo die Exporte deutlich einbrachen.
Ein Wachstumstreiber bleibt das alkoholfreie Sortiment. Bezogen auf den Umsatz macht es inzwischen 11,1 Prozent der Marke Karlsberg aus. Besonders das Produkt Karlsberg Grapefruit Alkoholfrei setzte seinen Aufwärtstrend fort und legte um 10,6 Prozent zu – nach bereits hohem zweistelligem Wachstum im Jahr zuvor. Auch im Segment der alkoholhaltigen Biermischgetränke sorgten neue MiXery-Varianten für frische Impulse. „Unsere Kernmarken Karlsberg und MiXery konnten ihre Stärke im Wettbewerb erneut unter Beweis stellen und ihre Marktanteile weiter ausbauen“, sagte Christian Weber, geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei KG Weber. „Besonders hervorzuheben ist die weiterhin erfreuliche Entwicklung unseres alkoholfreien Sortiments, das die Bedürfnisse vieler Konsumenten präzise trifft und kontinuierlich an Bedeutung gewinnt.“
Auf der Ergebnisseite hinterließen mehrere Faktoren ihre Spuren. Neben den schwächeren Exporten drückten gesunkene sonstige betriebliche Erträge und ein insgesamt höheres Kostenniveau auf die Kennzahlen. Hinzu kamen gezielte Investitionen in die Optimierung interner Abläufe und Prozesse, die kurzfristig das Ergebnis belasteten. Das adjustierte EBITDA sank auf 16,0 Millionen Euro nach 17,8 Millionen Euro im Vorjahr, das EBIT ging von 8,0 auf 6,6 Millionen Euro zurück. Die im Halbjahresbericht angepasste Ertragsprognose wurde damit erreicht.
Die Brauerei rechnet damit, dass sich die eingeleiteten Maßnahmen ab dem laufenden Geschäftsjahr 2026 in deutlichen und nachhaltigen Kosteneinsparungen niederschlagen. Geschäftsführer Markus Meyer erwartet für 2026 einen Umsatz auf Vorjahresniveau, gestützt unter anderem durch die Einführung neuer Produkte. Beim adjustierten EBITDA geht er dank der angepassten Kostenstrukturen von einer leichten Verbesserung gegenüber dem abgelaufenen Jahr aus.
Weber unterstrich zudem die strategische Ausrichtung des Unternehmens: „Unsere Ambition ist es, auch in Zukunft nah am Konsumenten zu bleiben und seinen Erwartungen mit innovativen Produkten gerecht zu werden.“ Angesichts eines Biermarkts, der seit Jahren von schrumpfendem Pro-Kopf-Konsum und wachsendem Wettbewerbsdruck geprägt ist, setzt Karlsberg damit auf eine Kombination aus Markenarbeit, alkoholfreien Alternativen und operativer Effizienz, um die eigene Marktstellung weiter zu festigen.




















