Auf dem Schlossberg in Homburg - Foto: Stephan Bonaventura

Der Homburger Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einen einstimmigen Beschluss gefasst, der den Wissenschaftsstandort Homburg deutlich aufwerten soll. Künftig wird der Homburger Wissenschaftspreis nicht mehr alle zwei Jahre, sondern jedes Jahr verliehen. Damit soll die Sichtbarkeit herausragender wissenschaftlicher Leistungen gestärkt und die Bedeutung des Standortes überregional hervorgehoben werden.

Die Auszeichnung existiert bereits seit 1980 und ist eng mit der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes verbunden. Bisher war sie Teil der Hochschulwoche, die weit über Homburg hinaus Beachtung findet. Mit der Umstellung auf einen jährlichen Rhythmus wird die enge Verzahnung von Stadt und Universitätsklinikum künftig noch stärker betont.

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Oberbürgermeister Michael Forster begrüßte die Entscheidung ausdrücklich. „Mit der Umstellung auf eine jährliche Verleihung wollen wir die enge Verbindung zwischen Stadt und Universitätsklinikum noch sichtbarer machen“, sagte er. „Das UKS ist längst nicht nur größter Arbeitgeber der Stadt, sondern auch ein zentraler Motor für Forschung und Innovation. Wir möchten die dort erbrachten wissenschaftlichen Leistungen regelmäßig würdigen und unsere Wertschätzung zeigen.“

Nach Ansicht des Verwaltungschefs bietet die jährliche Vergabe zahlreiche Vorteile. „Indem wir die Leistungen unserer Forschenden öfter ins Rampenlicht rücken, machen wir Homburg überregional als Zentrum für medizinische Forschung attraktiv – sowohl für Nachwuchstalente als auch für erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“, so Forster. Auch für die Anziehung künftiger Fachkräfte und die Förderung wissenschaftsbasierter Start-ups eröffne die Neuerung neue Perspektiven.

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Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem wissenschaftlichen Nachwuchs. „Der Wissenschaftspreis ist eine wichtige Motivation und Anerkennung für junge Talente. Durch die jährliche Ausschreibung können wir mehr Arbeiten berücksichtigen und so mehr potenziell förderungswürdige Forschung sichtbar machen“, erklärte der Oberbürgermeister.

Neben der Würdigung herausragender Leistungen erhofft sich die Stadt auch eine stärkere Außenwirkung. „Jede Preisverleihung bringt Homburg positiv ins Gespräch, zeigt die Innovationskraft unserer Stadt und fördert den Austausch zwischen Klinik, Universität und Wirtschaft“, betonte Forster. Damit könnten auch Studierende und Promovierende profitieren, die ihre Arbeiten künftig besser in den Bewerbungsprozess einbringen können.

Das Preisgeld bleibt mit 10.000 Euro unverändert. Wie bisher kann die Summe auf mehrere Preisträgerinnen und Preisträger verteilt werden. Parallel zur Entscheidung über die jährliche Vergabe stimmte der Stadtrat auch einer Überarbeitung der Regularien zu. Diese wurden in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Jury-Vorsitzenden Professor Dr. Markus Hoth erarbeitet und vereinfachen unter anderem die Abläufe der Bewerbung.

Mit dem Beschluss will Homburg seine Rolle als Wissenschafts- und Forschungsstandort nachhaltig festigen. Der jährliche Preis gilt als Signal weit über die Stadtgrenzen hinaus – ein Schritt, der die Innovationskraft vor Ort noch sichtbarer machen soll.