Mehr als 80 Gäste aus Ehrenamt, Politik und Kirche kamen in Homburg-Erbach zusammen, um gleich mehrere Anlässe auf einmal zu würdigen: die Einweihung der neuen Dienststelle im ehemaligen Pfarrhaus Maria vom Frieden, das 55,5-jährige Bestehen der Malteser-Gliederung Homburg und vor allem den Einsatz jener Menschen, die diese Arbeit seit Jahrzehnten tragen. Nach einem feierlichen Gottesdienst rückte das Helferfest die Ehrenamtlichen ins Zentrum – und mit ihnen einen prominenten Fürsprecher des Bevölkerungsschutzes.
Unter den Ehrengästen war der saarländische Innenminister Reinhold Jost, begleitet von Landtagsvizepräsidentin Dagmar Heib, Oberbürgermeister Michael Forster, Ortsvorsteher Markus Uhl und Kreisbeigeordnetem Esra Limbacher. Ihr gemeinsames Erscheinen unterstrich, welchen Stellenwert die Arbeit der Homburger Malteser in der Region genießt.
Seit über fünf Jahrzehnten engagieren sich die Malteser für die Menschen im Saarpfalz-Kreis. Das Aufgabenfeld ist breit: Sanitäts- und Schulsanitätsdienste gehören ebenso dazu wie Erste-Hilfe-Kurse, der ehrenamtliche Katastrophenschutz, die Rettungshundestaffel, Jugendarbeit und soziale Projekte. Rund 300 Mitglieder stehen hinter dieser Arbeit, mehr als 200 von ihnen aktiv im Ehrenamt.

„Unsere Helferinnen und Helfer sind das Herz der Malteser“, sagte Prof. Dr. Christopher Wolf, Diözesanleiter der Malteser in der Diözese Speyer. Die neue Dienststelle beginne nicht bei null, betonte er, sondern stehe auf dem Fundament von mehr als fünf Jahrzehnten Arbeit. Wie sehr die Ehrenamtlichen mit anpacken, zeigt der Umbau selbst: In den vergangenen Monaten richteten die Helferinnen und Helfer die Räume in erheblichem Umfang in Eigenleistung her – und hielten parallel den regulären Dienstbetrieb aufrecht, von Sanitätseinsätzen über die Rettungshundearbeit bis zur Nachwuchsförderung.
In seinem Grußwort fand Reinhold Jost deutliche Worte für dieses Engagement. „Ehrenamtliches Engagement ist unbezahlbar“, sagte der Minister. „Euer innerer Antrieb zu helfen, beeindruckt mich sehr.“ Besonders die Nachwuchsarbeit hob er hervor: „Ihr kümmert euch um die Zukunft des Ehrenamtes, dafür danke ich euch.“

Doch der Minister blieb nicht nur in der Rolle des Gratulanten. Für seinen langjährigen Einsatz zugunsten des Bevölkerungsschutzes erhielt Jost selbst die Malteser-Dankplakette. Gewürdigt wurden dabei seine Unterstützung für die Rettungshundestaffel, die Stärkung des Katastrophenschutzes und die Förderung der saarländischen Motorradstaffel. „Ein starkes Ehrenamt braucht starke Partner“, sagte Wolf bei der Verleihung. Jost setze wichtige Impulse und stelle die Menschen hinter dem Ehrenamt stets in den Mittelpunkt.
Passend dazu segneten die Malteser zwei neue Motorräder, die künftig bei Großschadenslagen und erschwerter Infrastruktur für mehr Beweglichkeit sorgen sollen. Möglich wurde die Anschaffung mit Unterstützung des Innenministeriums. Auch Dagmar Heib, Vizepräsidentin des Landtages und Präsidentin der DLRG-Saar, erhielt die Dankplakette, während zahlreiche weitere Ehrenamtliche für ihren langjährigen Einsatz geehrt wurden. Zudem wurde die Leitung des Schulsanitätsdienstes verabschiedet und neu besetzt.
Das Helferfest machte deutlich, worauf die Homburger Malteser auch nach 55,5 Jahren bauen: auf Menschen, die Verantwortung übernehmen, und auf Partner, die sie dabei begleiten. Die neue Dienststelle soll dafür künftig ein sichtbares Zeichen und ein zentraler Ausgangspunkt für die Arbeit in der Region sein.


















