Karl Mohr ist der neue Schützenkönig des Schützenvereins St. Ingbert 1897. Beim traditionellen Königsschießen am Sonntag, den 13. September 2026, setzte er sich gegen mehr als 30 Mitstreiter durch und wird den Verein im Sportjahr 2027 repräsentieren.
Das Königsschießen zählt zu den ältesten Ritualen der Schützen und wird seit Jahrhunderten gepflegt. Geschossen wird mit einem Kleinkaliber-Gewehr auf eine hölzerne Adlerattrappe, deren seitlich abstehende Arme die Symbole Zepter und Reichsapfel tragen. Wer die entscheidenden Teile herunterholt, sichert sich die begehrten Ämter.
Den ersten gezielten Schuss gab um 10 Uhr der amtierende Schützenkönig Richard Fisch ab, wie es die Tradition verlangt. Zunächst nahmen die Teilnehmer den linken Arm des Adlers ins Visier, der sich in diesem Jahr als besonders zäh erwies. Erst nach 67 Schuss gab er nach. Der glückliche Treffer gelang Manfred Sander, der damit künftig das Amt des 2. Ritters bekleidet.
Weiter ging es mit dem rechten Arm, der ebenfalls hartnäckigen Widerstand leistete. Nach 90 weiteren Schuss fiel schließlich auch dieser – und Rainer Luck durfte sich über den Titel des 1. Ritters freuen.
Dann galt es, im wahrsten Sinne des Wortes den Vogel abzuschießen. Das Kantholz, an dem der Adler befestigt war, erwies sich als besonders widerspenstig und gab erst nach 98 Schuss auf. Damit stand Karl Mohr als neuer König fest. Nur knapp am großen Triumph vorbeigeschrammt ist Achim Münzebrock, der mit dem 97. Schuss scheiterte und so den zweifelhaften Titel des diesjährigen „Ätsch“ trägt.
Bei bestem Wetter versammelte sich die Runde anschließend im Biergarten des Schützenhauses. Dort führte der 1. Vorsitzende Benjamin Backes die beiden Ritter sowie den neuen König in ihre Ämter ein. Sie erhielten ihre Verdienstnadeln und die Königskette und vertreten den Verein künftig bei entsprechenden Anlässen. So klang ein gelungener Tag in geselliger und gut gelaunter Runde aus.


















