Das ehemalige DSD-Gelände in Homburg steht seit Jahren im Fokus der Stadtentwicklung. Inzwischen sind alle Altlasten beseitigt, das Areal ist vorbereitet und wartet auf den Start der Bauarbeiten. Bei einem Besuch vor Ort mit dem Landesvorsitzenden Volker Morbe, Mitgliedern der Kreisvorstände und Vertretern der Ferraro Group machten die Homburger Grünen deutlich, welche Chancen sie im Projekt „Coeur Homburg“ sehen.
Geplant ist ein neues Wohnquartier mit bis zu 500 Wohneinheiten für rund 1.500 Menschen. Neben unterschiedlichen Wohnangeboten für verschiedene Einkommensklassen soll das Areal eine Kita, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und Dienstleistungen umfassen. Parkflächen sind vorgesehen, die ohne Durchgangsverkehr erreichbar sind. Ein durchgängiges Tempo-20-Konzept, Photovoltaikanlagen und begrünte Dächer sollen zusätzlich für nachhaltige Strukturen sorgen.
„Wir sehen das Projekt als Musterbeispiel für die nachhaltige Entwicklung von Bestandsflächen und als einmalige Chance, stadtnah einen ganz neuen Stadtteil zu entwickeln“, erklärte Katrin Lauer, Sprecherin des Stadtverbands der Homburger Grünen. Ihr Co-Sprecher Andreas Filler ergänzte: „Aus einer Industriebrache soll ein naturnahes, lebendiges Quartier entstehen, in welchem fußläufig alles erreicht werden kann, was man im Alltag benötigt. Das ist ein Gewinn für die gesamte Stadt.“

Kritisch sehen die Grünen allerdings die Planungen zur B423neu. Die geplante Trasse würde das Quartier zerschneiden und damit aus ihrer Sicht die Qualität mindern. Stattdessen sprechen sie sich für eine zusätzliche Grünachse durch das Areal aus – ein Ansatz, der auch in alternativen Entwürfen des Bauträgers enthalten ist. Bereits vorgesehen sind zahlreiche Grün- und Freizeitflächen, deren Wirkung nach Ansicht der Grünen ohne zusätzliche Straße noch stärker zur Geltung käme.
„Damit Homburg zukunftsfähig bleibt, brauchen wir nachhaltige Stadtentwicklung, die Wohnen, Natur und Lebensqualität verbindet. Das geplante Coeur bei uns in Homburg kann genau das leisten. Wir fordern die zuständigen Stellen auf, alles Mögliche zu unternehmen, dass zeitnah mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann“, so das Fazit der Grünen.


















