Der Andrang war größer als erwartet: Mehr als 40 Interessierte fanden sich vergangene Woche in Mandys Lounge ein, um beim Offenen Grünen Treff der Homburger Grünen über die Zukunft des Saarlandes zu sprechen. Bemerkenswert dabei war vor allem die Zusammensetzung des Publikums. Viele der Anwesenden gehören der Partei gar nicht an – ein Signal, das die Veranstalter als deutlichen Fingerzeig verstehen: Der Wunsch nach politischer Veränderung reicht offenbar weit über die eigenen Reihen hinaus.
Eine Frage zog sich als roter Faden durch den Abend: Was braucht das Saarland jetzt konkret, und wie lassen sich politische Ideen tatsächlich in die Tat umsetzen? Lisa Becker, Spitzenkandidatin der Wahlkreisliste, skizzierte die Ziele für den Landtag und ließ sich anschließend viel Zeit, um auf die zahlreichen Fragen und Einwürfe aus der Runde einzugehen.
Besonders eindringlich wurde es beim Thema Klimaschutz und Klimaanpassung. Dass es sich dabei nicht um ferne Zukunftsfragen handelt, machten die Grünen mit einer nüchternen Zahl deutlich: Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind im Saarland in diesem Jahr rund 460 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben – der bundesweit höchste Wert. Zum Vergleich nannten sie die 14.000 hitzebedingten Sterbefälle im gesamten Land. „Diese Zahlen sind alarmierend. Klimaanpassung ist keine Kür, sondern Gesundheits- und Menschenschutz“, so die Homburger Grünen. Städte und Gemeinden müssten jetzt hitzefester werden, etwa durch Begrünung, Entsiegelung und die Wiedervernässung des Moores Königsbruch.

Doch der Abend blieb nicht bei ökologischen Fragen stehen. Ausführlich ging es um die wirtschaftliche Zukunft der Region: Wie lässt sich der technologische Wandel als Chance nutzen? Wie können Forschung und Unternehmen enger zusammenarbeiten, und wie kommen Fördergelder wirklich bei denen an, die Innovation und Arbeitsplätze schaffen? Auch der Fachkräftemangel wurde diskutiert. Das Saarland, so der Tenor, müsse jungen Menschen echte Perspektiven bieten und die Rahmenbedingungen für Ausbildung und Nachwuchsgewinnung spürbar verbessern.
Einen eigenen Schwerpunkt bildete die Bildung. Von der frühkindlichen Förderung über die Schule bis hin zu gerechteren Chancen für alle zeichnete sich in der Diskussion ein klares Bild ab: Bildung gilt den Anwesenden als eine der wichtigsten Investitionen überhaupt. „Jeder Cent, den wir in Bildung investieren, kommt zurück – in Form von Chancen für junge Menschen, gut ausgebildeten Fachkräften, wirtschaftlicher Stärke und gesellschaftlichem Zusammenhalt“, hieß es dazu.

Einen eigenen Schwerpunkt bildete die Bildung. Von der frühkindlichen Förderung über die Schule bis hin zu gerechteren Chancen für alle zeichnete sich in der Diskussion ein klares Bild ab: Bildung gilt den Anwesenden als eine der wichtigsten Investitionen überhaupt. „Jeder Cent, den wir in Bildung investieren, kommt zurück – in Form von Chancen für junge Menschen, gut ausgebildeten Fachkräften, wirtschaftlicher Stärke und gesellschaftlichem Zusammenhalt“, hieß es dazu.
Neben ÖPNV, Infrastruktur, Gesundheit und Digitalisierung rückte schließlich auch die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Vordergrund. Eine offene Gesellschaft und ein respektvolles Miteinander seien keine Selbstverständlichkeit, sondern müssten aktiv verteidigt werden – gegen Ausgrenzung und Spaltung. Als Fazit des Abends formulierten die Veranstalter: „Wir haben heute gespürt, dass die Menschen nicht nur Ankündigungen hören wollen. Sie erwarten, dass Politik Probleme erkennt, Lösungen entwickelt und diese dann auch umsetzt.“ Die vielen Anregungen wollen die Homburger Grünen nun in ihre weitere Arbeit und in den Landtagswahlkampf mitnehmen.


















