Die Beschäftigten im Saarpfalz-Kreis waren im Jahr 2018 öfter krankgeschrieben als im Landesdurchschnitt. Das geht aus Daten der Krankenkasse BARMER hervor.

Der Krankenstand in unserem Landkreis lag bei 5,9 Prozent (Land: 5,8 Prozent, Bund 5,0 Prozent). „Das bedeutet, dass an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1.000 Beschäftigten 59 arbeitsunfähig gemeldet waren“, erläutert Hansjörg Lambrix, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Homburg.

Auf jeden Beschäftigten mit Wohnsitz im Saarpfalz-Kreis entfielen rechnerisch 21,7 (Land: 21,1, Bund: 18,3) gemeldete Arbeitsunfähigkeitstage. Im Vergleich aller 413 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland ergibt dies Platz 66. Jeder Beschäftigte in dem Landkreis meldete sich im Durchschnitt 1,3 Mal arbeitsunfähig. Lambrix sagt: „Hauptursache für die Krankschreibungen im Saarpfalz-Kreis waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und psychische Erkrankungen. In keinem anderen saarländischen Landkreis wurden mehr Arbeitsunfähigkeitstage wegen psychischer Erkrankungen und Atemwegserkrankungen gezählt.“

Im Detail verursachten Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie zum Beispiel Rückenschmerzen und psychische Störungen bei jedem Beschäftigten aus dem Saarpfalz-Kreis je 4,6 Tage von Arbeitsunfähigkeit. Es folgen Atemwegserkrankungen (3,3 Tage). Das waren die drei häufigsten Ursachen für Krankmeldungen. Für ihre Analysen hat die BARMER die Arbeitsunfähigkeitsmeldungen von 55.000 bei ihr im Saarland versicherten Erwerbspersonen anonymisiert ausgewertet.

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