Nach dem 3:3 in Fulda steht der FC 08 Homburg am Sonntag (14 Uhr) erneut vor einer wichtigen Standortbestimmung. Im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers will die Mannschaft von Trainer Roland Seitz zeigen, dass sie aus den jüngsten Rückschlägen gelernt hat – und die eigene Heimstärke wieder zum Trumpf machen.
„Wir sind tabellarisch beide in einer Situation, in der wir punkten müssen, um dranzubleiben“, sagte Seitz auf der Pressekonferenz. Mit 21 Punkten liegt der FCH derzeit auf Rang neun, direkt hinter den Kickers, die zuletzt dreimal in Folge siegten und mit 23 Zählern zwei Punkte mehr auf dem Konto haben. „Stuttgart ist ein Verein mit hohen Ansprüchen und großem Namen, aber wir spielen zu Hause. Ich hoffe, dass wir, wie in den letzten Wochen, die Punkte bei uns behalten“, so der Trainer weiter.
Die Erinnerungen an das 3:3 von Fulda sind noch frisch – und gemischt. Homburg führte bis kurz vor Schluss, musste dann aber wieder spät den Ausgleich hinnehmen. „Das war schade, weil wir nach der Pause ein gutes Spiel gemacht und viel investiert haben“, erklärte Miguel Gonçalves. „Wir wollten unbedingt die drei Punkte mitnehmen, jetzt müssen wir am Sonntag die Reaktion zeigen.“ Der Mittelfeldspieler sieht die Ursachen für die Gegentore nicht allein in der Defensive: „Verteidigen beginnt vorne. Jeder muss seinen Zweikampf gewinnen, jeder muss mitarbeiten – nur dann funktioniert es als Mannschaft.“
Personell hat Seitz nahezu alle Optionen. Bis auf den gesperrten Kapitän Mart Ristl steht der gesamte Kader zur Verfügung. Tim Littmann kehrt nach Verletzung zurück, auch Gonçalves ist wieder voll belastbar. Damit bietet sich dem Trainerteam die Möglichkeit, in der Startelf kleine Akzente zu setzen. „Wir haben jetzt in der Breite wieder mehr Qualität, das ist positiv“, so Seitz. „Vielleicht gibt es die eine oder andere Veränderung – das hängt auch vom Gegner ab.“
Die Kickers reisen mit Selbstvertrauen an. Nach schwierigem Saisonstart hat sich die Mannschaft von Marko Wildersinn stabilisiert und mit zuletzt drei Siegen in Folge Selbstvertrauen getankt. Homburg dagegen hat im eigenen Stadion seit Anfang September nicht mehr verloren. Die bislang einzige Heimniederlage datiert vom 1:3 gegen Walldorf am fünften Spieltag.
Für beide Teams ist die Partie richtungsweisend: Der Sieger kann den Anschluss an die Spitzengruppe wahren, der Verlierer droht im Tabellenmittelfeld festzuhängen. Entsprechend klar ist die Marschroute in Homburg. „Wir wollen mit Leidenschaft, Mut und Überzeugung auftreten“, sagt Seitz. „Wenn wir das abrufen, was wir können, werden wir auch gewinnen.“




















