Eine Rauchwolke von gigantischem Ausmaß steigt über dem Industriegebiet in der Mainzer Straße in Homburg auf. Die Telefone von Polizei und Feuerwehr klingeln sturm. Ab diesem Zeitpunkt beginnt ein Szenario, das es so in den letzten 50 Jahren in der Stadt noch nicht gab.

Peter Nashan, Einsatzleiter der Feuerwehr Homburg (2.v.r.)

Der Alarm lief um 15.25 Uhr am Dienstagmittag in der Feuerwache Homburg auf. Großbrand auf dem Gelände der Firma „Mobius Technologies“ in der Mainzer Straße Homburg. Über 24 Stunden sind hunderte Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. „Zu Spitzenzeiten gab es 3 Einsatzabschnitte rund um die Halle. Riegelstellung rund um das Brandobjekt um die meterhohen Flammen zu bekämpfen. Durch die hohen Temperaturen und herunterstürzenden Dachteile mussten die Trupps, die bei der Erstmaßnahme im Innenbereich eingesetzt wurden, wieder zurückgezogen werden. Da die Wasserversorgung auf dem Gelände sich schwierig zeigte, wurden weitere Leitungen von der Mainzer Straße zum Gelände gelegt und auch im Stadtpark gab es eine Wasserentnahmestelle“, erklärt Peter Nashan, Einsatzleiter der Feuewehr Homburg. Weite Wege, die zurückgelegt werden mussten. Eine logistische Meisterleistung, die hier in kürzester Zeit abgerufen wurde.

 

Alexandra Besse, Leiterin Polizeiinspektion Homburg

Über die Ursache kann aktuell nur spekuliert werden. Alexandra Besse von der Polizeiinspektion Homburg: „Aktuell ist die Feuerwehr mit der weiteren Brandbekämpfung beschäftigt, so daß wir als Polizei in der Wartestellung sind. Sobald die Feuerwehr den Brandort freigibt, wird die Tatortarbeit beginnen. Der Ort wird dann untersucht und die Fachdienststelle für Brandermittlungen wird im Bezug auf eine mögliche Brandursachenfeststellung tätig.“ Nach aktuellen Wissenstand soll sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs niemand in der betroffenen Halle aufgehalten haben. Die Mitarbeiter hätten vor Ausbruch des Brandes bereits Feierabend gehabt, so Alexandra Besse. Der Vorfall wurde unter anderen durch Arbeiter der Nachbarhallen zusammen mit unzähligen Anrufen von Bürgern gemeldet.

Am Tag des Geschehens galt es in erster Linie den Brand so gezielt zu bekämpfen, daß eine Schadensausweitung auf die Nachbarhallen verhindert werden konnte. Im weiträumigen Bereich um das Gelände kam es zu Rußniederschlägen und Partikel der verbannten Dachkonstruktion flogen durch die Luft und verteilten sich im Stadtgebiet. Diese stellten sich nicht als, wie erst vermutet Asbest heraus, sondern als Glasfaserpartikel. Das Material ist nicht umweltgefährdend. Man kann es im Hausmüll entsorgen.

Wie Peter Nashan, Einsatzleiter der Feuerwehr Homburg erklärte, war in der Halle unter anderem eine größere Menge von 500 Tonnen an Kunststoffgranulat in Big-Packs offen gelagert, welches durch das heruntergestürzte, brennende Hallendach und Plastikkonstruktionsplatten entzündet wurde. Wie und warum es jedoch zu dem Brand selbst kam, ist aktuell noch unklar.

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