Quelle: Apple Karten

Die Unwetter im benachbarten Rheinland-Pfalz und ihre dramatischen Folgen haben auch hierzulande größte Bestürzung hervorgerufen. Gleichzeitig hat sich der Katastrophenschutz des Saarpfalz-Kreises unter der Organisationsleitung von Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner für einen möglichen Hilfseinsatz gewappnet. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sind insgesamt neun Einsatzkräfte aus dem Saarpfalz-Kreis Richtung Landkreis Ahrweiler gestartet. Sie sind jetzt vor Ort.

Das saarländische Innenministerium hatte am Donnerstagmorgen, 15. Juli, kurzfristig zur Verfügung stehende Kapazitäten aus den Bereichen Transport und Trinkwasserversorgung abgefragt. Uwe Wagner informierte daraufhin alle Feuerwehreinheiten und das DRK im Katastrophenschutz des Saarpfalz-Kreises über einen möglichen Einsatz. Insgesamt elf Transportfahrzeuge inklusive Besatzung meldete Uwe Wagner in Abstimmung mit den Verantwortlichen der Hilfsorganisationen im Laufe des Morgens zum Abruf bereit. Ebenso wurde eine eventuelle Bereitstellung von losem Trinkwasser und Paletten mit Mineralwasser, zugesagt von der MEG Kirkel GmbH, organisiert. Der Transport des Trinkwassers erfolgt in einem 5000-Liter-Anhänger der Karlsberg-Brauerei. Hier kommt eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Saarpfalz-Kreis mit mehreren Unternehmen zum Tragen, die im Krisenfall ihre Unterstützung vertraglich zugesichert haben.

„Es war richtig, uns in den vergangenen Jahren sukzessive für den Krisen- respektive den Katastrophenfall im Saarpfalz-Kreis breiter aufzustellen. Jetzt ist es wichtig, dass die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen auch in den Nachbarregionen zum Einsatz kommen können. Das Unglück, das über die in den betroffenen Gebieten lebenden Menschen hereingebrochen ist, ist schier unfassbar. Ich bekunde unsere Solidarität und unseren Beistand in dieser äußerst schwierigen Lage“, erklärt Landrat Dr. Theophil Gallo.

Kurz vor Mitternacht am Donnerstagabend erreichte Uwe Wagner die Anforderung des 5000-Liter-Transporters sowie des Gerätewagens (GW) Dekontamination. Der Trinkwassertransporter, begleitet von drei, von Wehrführer Uwe Lapre eingesetzten Angehörigen der Feuerwehr Bexbach, wartet im Landkreis Ahrweiler auf seinen Einsatz. Sechs Feuerwehrangehörige der Mandelbachtaler Feuerwehr, organisiert durch Wehrführer Michael Schrögler, betreibt derzeit einen Dekontaminations-Platz in einer Gemeinde bei Konz. Zusätzlich angefordert wurden 15 Handsprechfunkgeräte, die durch den Fernmeldezug des Saarpfalz-Kreises bereitgestellt werden.

Aufgebrochen sind inzwischen auch 19 Helferinnen und Helfer des THW- Ortsverbandes St. Ingbert, Fachzug Führung und Kommunikation, zur Führungsunterstützung im Landkreis Ahrweiler.

Der Fachzug Führung und Kommunikation (FZ FK) sowie zwei Baufachberater des THW Ortsverbandes St. Ingbert (THW OV IGB) wurde heute Vormittag von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) zur Führungsunterstützung in den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz alarmiert.

Die Helfer sind mit fünf Einsatzfahrzeugen auf dem Weg zum Bereitstellungsraum „Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz“ (AKNZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nach Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Der Einsatz wird voraussichtlich mindestens zwei Tage dauern, einen konkreten Einsatzauftrag bekommen die Helfer des THW Ortsverband St. Ingbert erst vor Ort.

Im Einsatz sind vom THW OV IGB:

Führungs- und Kommunikationskraftwagen mit Anhänger Führung und Lage, Fernmeldekraftwagen, Führungskraftwagen, zwei Mannschaftstransportwagen.

 

 

 

 

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