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Es war ein Abend, an dem der Fußball in den Hintergrund rückte – und dennoch wurde gespielt. Der FC 08 Homburg musste sich im Heimspiel der Regionalliga Südwest gegen SV Eintracht Trier mit 1:2 geschlagen geben – nach einer zweiten Halbzeit, in der vieles für die Gastgeber sprach. Der sportliche Rahmen trat dabei von Beginn an in den Hintergrund, zu präsent war die Situation rund um Markus Mendler.

Die Gäste aus Trier erwischten den klareren Start. Homburg tat sich zunächst schwer, ins Spiel zu finden, wirkte in vielen Aktionen einen Schritt zu spät – auch, weil Trier defensiv extrem kompakt stand und kaum Räume zuließ. Nach 16 Minuten dann die Führung: Ein Steckpass von König hebelte die Defensive aus, Tim Sausen lief alleine auf den zögerlichen Michael Gelt zu, umkurvte den Torhüter und schob zum 0:1 ein. Wenig später die nächste kritische Szene: Nach einem Foul im Strafraum zeigte Schiedsrichter Maximilian Lotz zurecht auf den Punkt. Mirko Schuster trat an – doch Gelt blieb lange stehen und parierte den platzierten, aber schwach geschossenen Elfmeter stark. Der FCH blieb im Spiel.

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Mit zunehmender Dauer fand der FCH besser in die Partie, wurde präsenter in den Zweikämpfen und suchte offensiv Lösungen. Kurz vor der Pause bot sich eine erste große Gelegenheit, als Frederik Schumann abzog, doch Triers Keeper Novakovic reagierte stark. Auf der Gegenseite verpasste König knapp das zweite Tor. So ging es mit dem knappen Rückstand in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Spiel deutlich. Die Einwechslung von Miguel Gonçalves brachte sofort mehr Tempo und Zielstrebigkeit ins Homburger Offensivspiel. Schon kurz nach Wiederbeginn hatte er die erste große Chance, scheiterte aber ebenso wie Inanoglu im Nachschuss an Novakovic. In der 54. Minute fiel dann der verdiente Ausgleich: Nach einer schönen Flanke von Steinmetz legte der starke Qenaj per Kopf zurück ins Zentrum, Gonçalves nahm den Ball aus rund elf Metern direkt und traf volley zum 1:1.

Der Treffer wirkte wie ein Signal. Homburg übernahm nun klar die Kontrolle, drängte Trier tief in die eigene Hälfte und erspielte sich eine Reihe guter Möglichkeiten. El-Helwe kam mehrfach zum Abschluss, verfehlte jedoch knapp oder scheiterte am stark aufgelegten Novakovic, der seine Mannschaft mit mehreren spektakulären Paraden im Spiel hielt. In der 69. Minute lag der Ball erneut im Netz – Inanoglu traf, stand jedoch im Abseits. Auch danach blieb der FCH am Drücker, fand aber nicht die entscheidende Lücke.

Trier hingegen lauerte auf Umschaltmomente – und sollte spät belohnt werden. In der Nachspielzeit segelte eine Flanke in den Strafraum, Jannis Held kam am langen Pfosten frei zum Abschluss und traf zum 1:2. Ein Treffer, der den Spielverlauf auf den Kopf stellte und die Homburger für ihren Aufwand nicht belohnte.

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Neben dem Ergebnis bleibt vor allem die besondere Atmosphäre dieses Abends in Erinnerung. Der Verein selbst schuf die Voraussetzungen dafür, dass dieses Spiel unter besonderen Umständen würdevoll stattfinden konnte. Gleichzeitig setzten auch die Trierer Fans ein Zeichen, indem sie ihren Support bis zum Anpfiff zurückhielten und sich auf den Support der eigenen Farben konzentrierten. Bereits am kommenden Samstag, den 25. April steht für den FCH zum Abschluss der englischen Woche das nächste Heimspiel an. Anstoß gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz im Waldstadion ist um 14 Uhr.

Spendenkonto für Familie Mendler
Der FC 08 Homburg hat ein Spendenkonto eingerichtet, um Markus Mendler und seine Familie zu unterstützen.

Empfänger: FC 08 Homburg Saar e.V. – Treuhandkonto
Verwendungszweck: Spende Markus Mendler
IBAN: DE79 5945 0010 1030 8778 47