Anzeige
Anzeige

Das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises warnt davor, die Trinkwassertemperatur im Warmwasser im Rahmen der Energiesparmaßnahmen zu stark zu reduzieren.

Werden Trinkwassererwärmungsanlagen nicht fachgerecht betrieben, so können sich in den Leitungen unerwünschte krankmachende Bakterien bilden. Gerade Legionellen spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle, denn diese können im schlimmsten Fall eine schwere Legionellose mit Lungenentzündung verursachen. Um sich vor einer solchen Bakterienentwicklung zu schützen, muss das Warmwasser im Warmwassererwärmer mindestens 60 Grad Celsius haben. Temperaturen zwischen 25 Grad Celsius und 45 Grad Celsius schaffen hingegen ideale Bedingungen für die Vermehrung dieser Keime.

Anzeige

Nach den gesetzlichen Vorgaben der Trinkwasserverordnung steht hier der Betreiber in der Pflicht. sich um die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik von Wasserversorgungsanlagen zu kümmern.

Das staatlich anerkannte Regelwerk des Vereins des Gas- und Wasserfaches fordert hierzu Mindesttemperaturen für das erwärmte Trinkwasser in Systemen mit zentraler Trinkwassererwärmung, besonders in Großanlagen. Aber auch in kleineren Anlagen, zum Beispiel in Ein- oder Zweifamilienhäusern, ist es ratsam, das Leitungssystem mit einer dauerhaften Temperatur von 60 Grad Celsius zu befahren.

„Natürlich ist es wichtig Energie zu sparen, aber das darf nicht auf Kosten der eigenen Gesundheit geschehen. Was wir wirklich nicht gebrauchen können, sind weitere Infektionen mit schweren Krankheitsverläufen. Auch in der aktuellen Lage hat Trinkwassersicherheit höchste Priorität und die Standards müssen erfüllt werden“, appelliert Landrat Dr. Theophil Gallo.

Um trotzdem Energie bei der Warmwasserbereitung zu sparen, empfiehlt das Umweltbundesamt zum Beispiel die Nutzung sparsamer Zirkulationspumpen oder den hydraulischen Abgleich von Zirkulationsleitungen.

Zur weiteren Aufklärung hat das Gesundheitsamt ein Infoblatt entworfen, welches auf der neu eingerichteten Webseite des Saarpfalz-Kreises „Energie sparen im Saarpfalz-Kreis“ zu finden ist.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Vorheriger ArtikelSpitzenspiel im Waldstadion: FCH kann gegen Ulm die Tabellenspitze übernehmen
Nächster ArtikelEU-Strompreisbremse: Rückwirkende Maßnahmen riskieren Stopp von Neuinvestitionen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.