"Oku" hatte jede Menge Spaß auf dem 1. Quartiersfestival in Erbach - Bild: Friedel Simon

Es waren die Einheimischen, die am letzten Wochenende „Erbach erklingt“, das 1. Interkulturelle Quartiersfestival, auf dem Festplatz zwischen Ina- und Nahestraße, in Homburg-Erbach besuchten. An zwei Tagen, Samstag den 16. und Sonntag den 17. Juli unterhielten 90 Tänzer, Musiker, Sänger, sowie Künstler verschiedener Nationalitäten die Besucher und Gäste aufs allerbeste.

Eines schon mal vornweg. Es ist toll, dass wieder Feste von engagierten Menschen organisiert und durchgeführt werden und wir sie besuchen können. Dass uns allerdings der diesjährige Sommer solche Temperaturen beschert, das konnte keiner ahnen. Denn die hohen Temperaturen tagsüber hielten schon den ein oder anderen potientiellen Besucher ab das Festival zu besuchen.

Elena Burgard zusammen mit Homburgs Bürgermeister Michael Forster (2.v.r.) auf der Bühne – Bild: Friedel Simon

Dennoch sind die Organisatoren, die Quartiersmanagerin Elena Burgard sowie die Stadtteilkonferenz „Lebendiges Erbach“ mit Patricia Delu, mit dem ersten Fest dieser Art durchaus zufrieden. Im Gespräch mit HOMBURG1 äußerte sich Burgard sehr positiv über die erste „Erbach erklingt“ Veranstaltung: „Ich finde, dass die Veranstaltung definitiv ein Erfolg war. Denn was wir erreichen wollten, Menschen verschiedener Nationalitäten zusammenzuführen und schöne Begegnungen und Erlebnisse zu haben, wurde erreicht. Mich sprach z.B. eine ältere Dame an, die von der Musik auf dem Festplatz angezogen wurde. Sie erzählte mir, dass sie früher als Kind auch immer auf diesem „Platz“ gestanden und den Soldaten zugeschaut hatte als diese aufmarschierten. Immer wenn die Soldaten die Musik spielten, kamen die Kinder aus den Häusern und haben ihnen zugeschaut. Jetzt, so die Anwohnerin weiter, ist sie sehr froh, dass wieder Musik auf dem Platz, mit einem Fest für ein Miteinander, für den Frieden und für die Kulturen und vor allem ohne Soldaten stattfindet.“

Bild: Friedel Simon
Bild: Friedel Simon

Und auch Markus Okuesa, Sänger der bekannten Reggae- und Soulkombo „Oku and the Reggaerockers“ hatte während seines Auftritts eine tolle Begegnung. Denn am Quartiersfestival traf er den Mann, durch den er zur Musik gekommen ist. Solche Begegnungen nach Jahrzehnten sind einfach emotional toll und schreibt nur das Leben. Übrigens wuchsen Oku, genau wie Drummer Pietro Ramaglia im Quartier in Erbach auf und schon aus diesem Grund war es ihnen eine Ehre, beim 1. Interkulturellen Quartiersfestival aufzutreten. Als das Fest terminiert wurde standen natürlich die Termine der großen Volkfeste wie das Webenheimer Bauernfest, oder das Ohmbachseefest und unzählige Dorffeste in unserer Region schon fest. Doch mit diesen Festivitäten wollte und konnte man auch nicht in Konkurrenz treten. Das Fest hatte einen lokalen, einen persönlicheren Fokus und auch Charakter. Zumal das Quartiersfestival eine andere Ausrichtung hatte. Die Menschen, die durch „Erbach erklingt“ angesprochen waren, sind nicht unbedingt die Besucher der oben genannten Volksfeste. Dennoch lernt man bei jeder Veranstaltung dazu und kann dies in neue Vorhaben einfließen lassen. So könnte es beispielsweise bei einer kommenden Ausgabe später beginnen, erst am Nachmittag oder dem frühen Abend.

Bild: Friedel Simon
Bild: Friedel Simon

Verschiedene Programmstationen machten das Festival insgesamt noch interessanter. Unter anderem präsentierten sich vor Ort die Musikschule Homburg, der Seniorenwohnpark Am Erbach und die Pro Seniore Residenz in der Glanstraße.Diese Anbieter hatten auch zeitgleich in ihren eigenen Räumen in Erbach Programm, so dass man zwischen verschiedenen Örtlichkeiten bei Bedarf wechseln konnte. Die Idee dahinter war eine Vernetzung im gesamten Stadtteil herzustellen. Man konnte von Standtort zu Standort spazieren und unterschiedliche Vorführungen genießen. Man traf sich und plauderte, hatte einfach eine gute Zeit. Die Rückmeldungen der Standorte waren durchweg positiv, erzählt Elena Burgard.

Bild: Friedel Simon
Bild: Friedel Simon

Und auch die Darbietungen auf dem Platz und der Bühne kamen beim Publikum super an. Alle Gruppen, ob Kinder oder Erwachsene, gaben ihr Bestes um das Quartiersfestivial zu einem denkwürdigen Start zu verhelfen. Mit dabei waren: Die Kinder der Kindertanzgruppe der Tanzschule „Elmiras Orient“, die Folklore Tanzgruppe „Freunde Bulgariens“, die Tanzschule Srutek, The Fenians, die Kinder der evangelischen Stadtmission von „Volltreffer“, die Jugendlichen der Homburger Narrenzunft mit ihrer Showtanzgruppe und die Cheerleader von „ShamRocks“. Außerdem zu erleben gab es das erste Open Air Flügelkonzert mit Erlo Wagner, sowie die Auftritte der bekannten Musiker, Sänger und Bands „Oku & the Reggearockers“, Pietro Ramaglia mit Michael Wack und der Trommelschule „Tam-Tam“, „Exile di Brave & The Chamelion Crew“ mit Reggae-Musik und einige mehr. Sie alle begeisterten die Besucher, die Helfer der teilnehmenden Vereine und natürlich die Veranstalter, die Stadtteilkonferenz mit dem Haus der Begegnung und natürlich die Quartiersmanagerin Elena Burgard. Gefördert wurde das Quartiersfestival übrigens neben privaten Sponsoren unter anderem auch durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ der Adolf-Bender-Stiftung und dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ des Ministeriums des Innern, Bauen und Sport des Saarlandes.

Bild: Friedel Simon
Bild: Friedel Simon

Ein Dank der Organisatoren geht natürlich auch an alle Standbetreiber, die über die beiden heißen Sommertage den Gästen und Besuchern leckeres Essen und gut gekühlte Getränke anboten. Ein weiteren Dank gilt den Helferinnen und Helfern vom Deutschen Roten Kreuz OV Erbach Reiskirchen und den Helfern rund um die Kinderbelustigungen. Hier taten sich der dm-Markt Homburg-Erbach mit Frau Vogt, Leiterin Marketing im dm-Markt in Erbach und das Caritas Kinderzentrum „KIZ“ Homburg mit Janine Brünner zusammen, und boten den kleinen Festivalbesuchern Kinderschminken, Basteln, Malen und ein Glücksrad an. Trotz brütender Hitze hatten sie nicht nur viel Spaß mit den Kids unter den Pavillons, sie versorgten sie auch kostenlos mit Sonnenschutz-Cremes.

Noch mehr Impressionen:

Bilder: 1. Quartiersfestival „Erbach erklingt“

 

 

Vorheriger ArtikelSt. Ingbert | Zeugenaufruf nach Verkehrsunfall an Kreuzung Grubenweg/Am Grubenstollen
Nächster ArtikelBilder: 1. Quartiersfestival „Erbach erklingt“

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.