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Am Donnerstag, 12. Januar 2023, lädt die Paul-Fritsche-Stiftung Wissenschaftliches Forum zu einem Vortrag von Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann ein. Der studierte Theologe und Gründungsvorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Erinnerungsarbeit wird in seinem Beitrag über den Umgang mit NS-Relikten und über die Erinnerungsarbeit sprechen. Die Veranstaltung findet um 18:15 Uhr im Hörsaal der Medizinischen Biochemie (Geb. 45) am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg statt. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind zur Teilnahme eingeladen. 

Die Paul-Fritsche-Stiftung Wissenschaftliches Forum lädt in regelmäßigen Abständen auswärtige Referentinnen und Referenten ein, über neue wissenschaftliche Entwicklungen auf dem Gebiet der Medizin und den Naturwissenschaften, über aktuelle ethische Fragen, über die Erinnerungskultur und den Lehren aus der Geschichte der Medizin zu referieren. Die erste Gastvorlesung im neuen Jahr hält Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann. Er studierte Theologie in Bethel, Göttingen, Utrecht und Amsterdam sowie am Jüdischen Lehrhaus in Hilversum und arbeitete von 1989 bis 2006 als Pfarrer im rheinland-pfälzischen Rheingönheim. Seit 2006 ist er Beauftragter der Evangelischen Kirchen im Saarland beim Landtag und bei der Landesregierung. Als Gründungsvorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Erinnerungsarbeit (LAG) im Saarland engagiert er sich seit 2018, die LAG bündelt und stärkt als Netzwerk die in der saarländischen Erinnerungslandschaft geleistete Arbeit. Von 1990 bis 1999 war Hofmann Mitglied des Ausschusses Juden und Christen des Reformierten Bundes in Deutschland. Seit 1993 ist er Mitglied im Kuratorium der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar e. V. in Mannheim.

In seinem Vortrag im Rahmen der Erinnerungskultur spricht Hofmann über den heutigen Umgang mit den Ideen des Nationalsozialismus. Dabei steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie man mit Relikten aus der Nazizeit umgehen soll. Wegwerfen, entsorgen, aufbewahren oder im Museum ausstellen? Hofmann wirft Seitenblicke darauf, wie mit der sogenannten “Judensau” an Gebäuden umgegangen werden kann und wie bei Straßenumbenennungen verfahren werden kann. Damit stellt er Fragen an unser Geschichtsbewusstsein und thematisiert, ob man aus der Geschichte lernen kann oder nicht.

Eine Anfahrtsbeschreibung findet sich hier.

 

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